Heidelberg: Für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben

Neues Bildungsangebot für junge Menschen mit Behinderungen eingeführt

Bei der Berufsvorbereitenden Einrichtung werden junge Menschen mit Behinderungen auch mit Übungen aus der Praxis auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet.
©Philipp Rothe

In Heidelberg gibt es seit Beginn des Schuljahres 2019/2020 ein zusätzliches Bildungsangebot für junge Menschen mit Behinderungen: Bei der „Berufsvorbereitenden Einrichtung“ (BVE) an der Carl-Bosch-Schule in Wieblingen werden Schülerinnen und Schüler dabei unterstützt, sich auf das Berufsleben vorzubereiten und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) Graf von Galen-Schule und Marie-Marcks-Schule sowie der Berufsbildenden Carl-Bosch-Schule.

 

Die Berufsvorbereitende Einrichtung ist zum Schuljahr 2019/2020 mit elf teilnehmenden Schülerinnen und Schülern gestartet. Stephan Brühl, Leiter des städtischen Amtes für Schule und Bildung, Thomas Bischofberger, Schulleiter der Graf von Galen-Schule, und Jens-Peter Misch, Schulleiter der Carl-Bosch-Schule, stellten das neue Bildungsangebot bei einem Pressetermin am 5. November in der Carl-Bosch-Schule vor.

 

„Auch Menschen mit Behinderungen müssen die Chance bekommen, einen Beruf auszuüben und am Arbeitsmarkt teilzuhaben. Dazu brauchen sie eine gezielte Vorbereitung und professionelle Unterstützung. Die beiden Heidelberger Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, die Graf von Galen-Schule und die Marie-Marcks-Schule, sind bereits jetzt sehr erfolgreich darin, ihren Schülerinnen und Schülern den Übergang und die Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die BVE ist dazu eine sinnvolle Ergänzung und ermöglicht es, Schülerinnen und Schüler aus inklusiven Bildungsangeboten an allgemeinbildenden Schulen miteinzubinden“, so Stephan Brühl.

 

Vorbereitung auf den Übergang auf den Arbeitsmarkt

 

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot mit dem Förderanspruch geistige Entwicklung oder Lernen, die ihre allgemeine Schulpflicht absolviert haben und mit geeigneter Unterstützung und Vorbereitung die Möglichkeit haben, auf den allgemeinen Arbeitsmarkt überzutreten. Die Schülerinnen und Schüler nehmen in der Regel zwei Jahre an der BVE teil. Der Unterricht findet abwechselnd an der Graf von Galen-Schule und an der Carl-Bosch-Schule statt.

 

Das Ziel ist, zukünftig weitere berufliche Schulen miteinzubeziehen und die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme „Kooperative berufliche Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt“ (KoBV) einzurichten, die eine Anschlussmöglichkeit an die BVE darstellt. Dadurch haben die Schülerinnen und Schüler mehr Zeit bei der Vorbereitung auf einen erfolgreichen Übergang auf den Arbeitsmarkt.

 

Die BVE ist ein landesweites Projekt. Kooperationspartner sind unter anderen das Amt für Schule und Bildung Heidelberg, das Staatliche Schulamt Mannheim, der Kommunalverband Jugend und Soziales (KVJS), der Integrationsfachdienst Heidelberg-Mosbach, die Agentur für Arbeit als Träger der beruflichen Rehabilitation sowie allgemeinbildende Schulen. Der Heidelberger Gemeinderat hatte die Einführung der BVE im Mai 2019 beschlossen.

 

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