Heidelberg: Interaktiver Dialog mit den Experten im Masterplanverfahren Neuenheimer Feld

Rund hundert Gäste bei der Beteiligungsveranstaltung des Koordinationsbeirats

 

Symbolfoto: Marvin Riess

Heidelberg. (zg) Wie sehen die Stadt und ihre Orte für die Wissenschaft von morgen aus? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine besondere Veranstaltung im Rahmen des Masterplanverfahrens Im Neuenheimer Feld / Neckarbogen am Donnerstag, 4. Juli 2019. Der Koordinationsbeirat „Masterplan Im Neuenheimer Feld“ hatte in die Aula der Neuen Universität geladen, um mit den externen Experten im Masterplanprozess über ihre Visionen vom Campus der Zukunft zu sprechen und mit der Öffentlichkeit zu diskutieren. Rund hundert interessierte Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung. Die Veranstaltung wurde vom Moderatorenteam Prof. Dr. Ursula Stein und Joachim Fahrwald moderiert.

 

Die Besonderheit: Neben Vorträgen und einer Podiumsdiskussion mit den Experten stand die aktive Einbindung des Publikums im Fokus. Die Besucherinnen und Besucher konnten mit ihren Smartphones, Tablets oder an betreuten „Helpdesks“ ihre Fragen und Argumente an die Experten auf der Bühne eingeben. Dabei kam ein interaktives Diskussions- und Umfragetool zum Einsatz: Die Publikumseingaben wurden live an die Wand geworfen, so dass die Experten direkt darauf eingehen konnten. Die Besucherinnen und Besucher konnten auch die Fragen anderer Gäste per Klick als besonders interessant markieren, so dass diese in der Fragenliste auf einen vorderen Platz rutschten und priorisiert beantwortet werden konnten. Rund 60 Gäste machten von der digitalen Beteiligungsmöglichkeit Gebrauch und brachten ihre Fragen und Aspekte ein.

 

Die Palette der Rückmeldungen war ebenso vielfältig wie die Vorträge und Podiumsgespräche: Die Experten setzten sich mit einem breiten Spektrum an Zukunftsaspekten für die Stadt- und Campusentwicklung auseinander. Ziel war es, den Blick zu weiten, innovative Ansätze aus anderen Städten zu betrachten und neue Impulse für das Masterplanverfahren zu bekommen. Professor Rudolf Scheuvens von der Technischen Universität (TU) Wien beschäftigte sich mit den Aspekten Städtebau und Freiraum und plädierte unter dem Motto „Wissen schafft Stadt“ für eine urbane Nutzungsvielfalt auf dem Campus. Professor Brian Cody von der TU Graz nahm unter dem Leitmotiv „form follows energy“ die Energieeffizienz von Campusgebäuden aus dem asiatischen Raum in den Blick. Im letzten Block diskutierten Professorin Regine Gerike, Spezialistin für Integrierte Verkehrsplanung an der TU Dresden, Professor Hartmut Topp von der TU Kaiserslautern und Professor Gerd-Axel Ahrens von der TU Dresden über nachhaltige Mobilität in der Stadt und auf dem Campus: Die Notwendigkeit der Verkehrswende und der Reduktion der CO2-Emissionen war hier ebenso Thema wie die zielorientierte Verkehrsplanung, innovative Massenverkehrsmittel und die Änderung des Konsumverhaltens.

 

Wie geht es weiter?

 

Noch bis einschließlich Sonntag, 28. Juli 2019, kann sich die Öffentlichkeit unter www.masterplan-neuenheimer-feld.de, der gemeinsamen Website der drei Projektpartner Stadt, Universität und Land, an der Planung beteiligen und Anregungen zu den vier Varianten der Planungsteams einbringen. Die nächsten Termine im Masterplanverfahren sind die zwei Forumssitzungen am Dienstag, 16. Juli, und Donnerstag, 25. Juli 2019. Am Ende des Planungsateliers soll der Gemeinderat über die Entwicklungsperspektiven entscheiden, die in der darauffolgenden Konsolidierungsphase zu Entwicklungsentwürfen ausgearbeitet werden.

 

 

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