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Heidelberg: Neue Asphaltfräse im Einsatz

12. November 2021 | Gesellschaft, Heidelberg, Leitartikel, Politik

Regiebetrieb Straßenunterhaltung weihte das neue Gerät in der Heinrich-Fuchs-Straße ein

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck (oben links), Tiefbauamtsleiter Klaus-Peter Hofbauer (2. von links) und die Mitarbeiter des Regiebetriebs Straßenbau weihen die neue Asphaltfräse in der Heinrich-Fuchs-Straße ein.
Bildnachweis:
Tobias Dittmer

Im Fuhrpark des städtischen Tiefbauamts gibt es ein neues Großgerät – eine neue Asphaltfräse. Damit kann der Regiebetrieb Straßenunterhaltung verschiedene Fahrbahndecken- und Reparaturarbeiten selbst durchführen und flexibel auf aktuelle Bedarfe reagieren. Einsatzorte sind vor allem Geh- und Radwege, aber auch etwas größere Flächen im Straßenbereich oder Feldwege. Die neue Fräse ist derzeit in der Heinrich-Fuchs-Straße zum ersten Mal im Einsatz: Hier wird in Höhe Hausnummer 103 die Fahrbahndecke erneuert. Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck machte sich am Donnerstag, 11. November 2021, vor Ort ein Bild von den Arbeiten.

 

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Es kommt nicht alle Tage vor, dass im städtischen Fuhrpark ein neues Großgerät einzieht. Mit der neuen Asphaltfräse können wir Erhaltungsmaßnahmen an Straßen, Geh- und Radwegen wieder verstärkt in Eigenregie umsetzen. Eine sinnvolle Anschaffung, denn so müssen wir nicht für jedes kleine und mittlere Vorhaben auf externe Firmen zurückgreifen. Das spart viel Geld und verschafft uns die nötige Beinfreiheit, um Maßnahmen schnell umzusetzen. Wir wollen damit aber keinesfalls in Konkurrenz zur Bauindustrie treten. Bei größeren Asphaltmaßnahmen wollen wir weiterhin auf externe Dienstleister zurückgreifen.“

 

Tiefbauamtsleiter Klaus-Peter Hofbauer: „Die Asphaltfräse ist eines unserer wichtigsten Großgeräte. Sie ersetzt ein defektes Vorgängermodell, dass uns 20 Jahre lang gute Dienste geleistet hat. Einige hundert Maßnahmen hat der Regiebetrieb Straßenunterhaltung damit umgesetzt. Die Reparatur wäre nun aber nicht mehr rentabel gewesen. Selbst Ersatzteile gab es dafür zuletzt nur noch auf dem Gebrauchtmarkt. Die neue Fräse trägt den Asphalt zügig ab und bietet viele Verbesserungen in Sachen Arbeitssicherheit, Emissions- und Lärmschutz. Damit ist der Regiebetrieb Straßenunterhaltung für die Zukunft gut gerüstet.“

 

Die neue Asphaltfräse ist vielseitig einsetzbar: Sie ist für Kleinflächenreparaturen im Bereich von Geh- und Radwegen und Straßen, aber auch auf etwas größere Flächen im Fahrbahnbereich zur Deckenerneuerung und zur Vorbereitung von mittelgroßen Asphaltbaumaßnahmen geeignet. Damit ist sie für die Arbeit des Regiebetriebs Straßenunterhaltung von zentraler Bedeutung: Er kümmert sich um die Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an Heidelbergs Straßen, Wegen und Plätzen. Auch der Regiebetrieb Gartenbau des städtischen Landschafts- und Forstamtes kann die neue Fräse zur Erneuerung und Unterhaltung nutzen, etwa von Feldwegen. Bei großen Erhaltungsmaßnahmen mit längerem Planungshorizont soll weiterhin auf externe Firmen mit entsprechenden Großgeräten zurückgegriffen werden.

 

Zahlen und Daten

 

Die neue Asphaltfräse ist das 14. Gerät im Fuhrpark des Regiebetriebs Straßenunterhaltung, neben Asphaltfertigern, Ladern, Baggern und weiteren Geräten zum Asphalteinbau. Als „Kleinfräse“ bringt sie rund 6,9 Tonnen auf die Waage. Aufgrund der geringen Größe und des geringen Gewichts ist die Fräse gut transportierbar und kann auch auf engen Straßen und Wegen eingesetzt werden. Durch die im Vergleich hohe Fahrgeschwindigkeit von 12 Stundenkilometern kann sie Asphaltschichten bis zu einer Tiefe von 21 Zentimetern zügig abtragen. Die Fräsbreite beträgt 50 Zentimeter. Im Vergleich zum Vorgängermodell sind der Kraftstoffverbrauch, Kohlenstoffdioxid-Ausstoß, Meißel-Verbrauch und die Lärmemissionen der neuen Fräse deutlich reduziert. Während des Fräsprozesses entstehen im Fräsaggregat feine Materialpartikel und Wasserdampf. Diese werden über ein spezielles Absaugsystem herausgefiltert. Das reduziert die Menge der in die Luft getragenen Partikel. Das neue Gerät gewährleistet damit auch die inzwischen verstärkten Anforderungen des Arbeitsschutzes. Die geringeren Emissionen kommen aber auch den Bürgerinnen und Bürgern zugute, da die Einsätze meist im unmittelbaren Wohnumfeld stattfinden. Die Kosten für die Fräse betragen rund 200.000 Euro.

 

Arbeiten in der Heinrich-Fuchs-Straße

 

In der Heinrich-Fuchs-Straße entlang der Bahngleise ist die Fahrbahndecke altersbedingt in einem schlechten Zustand. Sie wird daher im Bereich der Hausnummer 103 erneuert. Zur Vorbereitung wurden seit Ende Oktober bereits die Rinnenplatten der Straßenentwässerung erneuert. Als nächstes wird mit der neuen Fräse der Asphalt abgetragen – insgesamt rund 400 Quadratmeter. Hierfür muss die Straße zeitweise vollgesperrt werden. Anschließend wird der Regiebetrieb Straßenunterhaltung die neue Fahrbahndecke erneuern. Die Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Dienstag, 16. November 2021. Die Kosten betragen rund 20.000 Euro.

 

 
   

 

 

 

Ergänzend: www.heidelberg.de/baustellen

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