Heidelberg: Neues Konzept für die „Villa Braunbehrens“ gesucht

Stadt Heidelberg schreibt Wettbewerb zur Nutzung des Anwesens auf dem Kohlhof 9 aus

 

Die Villa Braunbehrens auf dem Kohlhof.
©Stadt Heidelberg

Die aktuell leerstehende und denkmalgeschützte „Villa Braunbehrens“ auf dem Kohlhof 9 soll einem neuen Zweck zugeführt werden. Hierzu hat die Stadt Heidelberg einen Konzeptwettbewerb ausgelobt. Noch bis zum 20. November 2019 können sich Interessenten mit ihren Ideen um die Nutzung des Anwesens schriftlich beim Amt für Liegenschaften und Konversion oder elektronisch per E-Mail an  [email protected] bewerben.

 

Das sanierungsbedürftige Gebäude wird zur Nutzung im Erbbaurecht mit einer Vertragslaufzeit von 60 Jahren ausgeschrieben. Interessenten mit Konzeptvorschlag können sich mit einem Mindestgebot von 250.000 Euro bewerben. Zusätzlich zu dem einmaligen Kostenaufwand fällt ein jährlicher Erbbauzins an. Dieser wird sich abhängig von der Nutzung auf circa 19.000 Euro pro Jahr belaufen.

 

Den Mindestaufwand für eine Wiederinbetriebnahme des Gebäudes schätzt die Stadt auf rund 500.000 Euro – damit müssten Versorgungsleitungen und Installationen erneuert sowie die gesamte Heizungsanlage ausgetauscht werden. 

 

Das Anwesen

 

Das Anwesen auf dem Höhenzug des Königsstuhls wird seit 1970 von der Stadt Heidelberg verwaltet. Das Grundstück hat eine Gesamtgröße von rund 5.500 Quadratmetern. Hiervon sind circa 1.000 Quadratmeter bebaut. Das Gebäude verfügt über eine Wohnfläche von rund 360 Quadratmetern sowie eine Kellerfläche von weiteren fast 140 Quadratmetern. Die letzte Instandsetzung des Wohngebäudes erfolgte im Jahr 1986. Aus dieser Zeit stammt auch die Heizungsanlage. Das Anwesen ist als Wohngebäude genehmigt und steht unter Denkmalschutz.

Das Wohnhaus wurde im Jahr 1914 im Auftrag von Anna Maria Braunbehrens zu Wohnzwecken errichtet. Im Laufe der Jahre gab es unterschiedliche Wohnnutzungen des Objekts. Viele Heidelberger kennen die Villa Braunbehrens auch als Café Ehmann. Durch die Nähe des Cafés zum Heidelberger Wintersportgebiet Kohlhof und zur Rehabilitationsklinik war es ein beliebtes Ausflugsziel für Sportler und Patienten. Zuletzt wurde die Immobilie von 1985 bis 2016 durch den Bildhauer Klaus Horstmann-Czech bewohnt.

 

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