Bleiben Sie informiert  /  Samstag, 29. August 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Heidelberg: Stadt zieht Wasserversorgungsbeiträge ein

14. November 2019 | Gesellschaft, Heidelberg, Politik, Wirtschaft

Bei strittigen „Altfällen“ droht Verjährung / Rückerstattung nach BVG-Entscheidung möglich

 

Die Stadt Heidelberg hat im Jahr 2010 die zuvor privatrechtlich organisierte Wasserversorgung auf eine öffentlich-rechtliche Finanzierung umgestellt und eine öffentlich-rechtliche Beitragssatzung erlassen. Auf deren Basis musste sie Ende 2014 Beitragsbescheide erlassen, die auch Fälle betrafen, in denen schon länger eine Anschlussmöglichkeit an die öffentliche Wasserversorgung bestand, ohne dass es zu einem tatsächlichen Anschluss gekommen war (sogenannte „Altfälle“). Da nach fünf Jahren eine Verjährung dieser Zahlungsbescheide droht, müssen die Beiträge nun eingefordert werden. Aufgrund aktuell geltender Rechtslage ist die Stadt gesetzlich dazu verpflichtet. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger werden in diesen Tagen mit Schreiben aufgefordert, die fälligen Beiträge zu begleichen.

 

Bislang hatte die Stadt von einer Vollstreckung der Bescheide abgesehen. Hintergrund war ein laufendes Verfahren in einem ähnlich gelagerten Fall beim Bundesverfassungsgericht. Die Stadt wollte ursprünglich die Entscheidung in diesem Fall abwarten, da es mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Heidelberg übertragbar sein wird. Leider dauert aber die Entscheidungsfindung beim Bundesverfassungsgericht immer noch an. Die Stadt kann nun in Bezug auf die Zahlungen nicht mehr länger auf diese Entscheidung warten, da ansonsten die Zahlungsbescheide verjähren würden.

 

„Es ist eine besondere Situation: Wir sind aufgrund der aktuellen Rechtslage verpflichtet, Beiträge einzuziehen, obwohl das Bundesverfassungsgericht in einem laufenden Verfahren diese gerade überprüft. Aber wir können auch nicht anders. Die Gemeindeprüfungsanstalt hat wiederholt klargestellt, dass die Beiträge geltend gemacht werden müssen – und zwar bevor unsere Ansprüche verjähren würden. Daher müssen die betroffenen Bürgerinnen und Bürger die fälligen Beiträge nun bezahlen. Wir versichern aber den Betroffenen, dass wir die Beiträge zurückzahlen werden, sofern das Bundesverfassungsgericht in dem aktuellen Verfahren eine Entscheidung trifft, welche die Rechtslage neu ordnet“, sagt Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß.

 

Hintergrund: Die Stadt Heidelberg musste Ende 2014 für rund 1.300 Grundstücke nachträglich einen Wasserversorgungsbeitrag festsetzen. Anlass war eine Aufforderung durch die Gemeindeprüfungsanstalt. Demnach sollte die Stadt klären, für welche Heidelberger Grundstücke durch die Umstellung der Versorgungsstruktur im Jahr 2010 – damals ging die Zuständigkeit für die Wasserversorgung auf die Stadtbetriebe Heidelberg über – eine Beitragspflicht entstanden ist. Die Klärung ergab: Neben unbebauten Grundstücken waren hiervon vor allem auch Garagen- und Stellplatzgrundstücke betroffen, die einen Wasseranschluss oder eine Anschlussmöglichkeit haben. Insgesamt musste die Stadt daher rund 3.100 Beitragsbescheide versenden.

 

 

 

 

Wasserversorgungsbeitrag: Informationen zu den Rechtsgrundlagen sowie allgemeine Informationen zum Wasserversorgungsbeitrag finden Sie unter www.heidelberg.de/wasserbeitrag.

Das könnte Sie auch interessieren…

Zwei Fahrräder aus Garage gestohlen – Zeugenaufruf

Zwei hochwertige Fahrräder aus Garage gestohlen Zwischen Montag, 17:30 Uhr, und Dienstag, 09:50 Uhr, verschaffte sich eine bislang unbekannte Täterschaft Zugang zu einer Garage in der Gaisbergstraße und entwendete daraus zwei Fahrräder der Marke Conway. Eines der...

Motorradunfall auf der B37

Motorradunfall auf der B 37 bei Wieblingen Rettungsdienst und Polizei im Einsatz – Verkehrsbehinderungen möglich Auf der B 37 von Heidelberg kommend in Richtung Mannheim sind derzeit Rettungsdienst und Polizei nach einem Motorradunfall im Einsatz. Die Kollision...

Öffentlichkeitsfahndung nach 11-jährigem Mädchen

11-jähriges Mädchen vermisst Polizei bittet um Hinweise zum Aufenthaltsort Seit Montag, 10. August, wird ein 11-jähriges Mädchen aus Eppelheim vermisst. Die Schülerin war zuvor bei ihrer Großmutter untergebracht. Bei einem Vor-Ort-Termin des zuständigen Jugendamtes...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise