Bleiben Sie informiert  /  Mittwoch, 11. Februar 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Kindeswohlgefährdungen bei Kindern und Jugendlichen in über 4 500 Fällen Insgesamt rund 13 800 Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohls in Baden-Württemberg

13. August 2019 | Gesellschaft, Leitartikel, Metropolregion, Politik

Insgesamt rund 13 800 Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohls in Baden-Württemberg

GewaltHaltVerteidigungFrauGegenMissbrauchInländischHandMädchenMenschWeißWeiblichJungSexuellHintergrundBelästigungOpferSchwarzSilhouettePersonSymbolKonzeptDepressionInternationalDeprimiertTraurigkeitNach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2018 in Baden-Württemberg für 13 781 Kinder und Jugendliche Verfahren zur Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII vorgenommen (+12 % gegenüber 2017). Dabei werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung eines Kindes bekannt. Das Jugendamt verschafft sich daraufhin einen unmittelbaren Eindruck von betroffenen Kindern oder Jugendlichen und deren persönlichen Umgebung.

Im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem die Anzahl der Fälle akuter Kindeswohlgefährdung gestiegen (+25 %). In diesen 2 196 Fällen ist eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten. 49 % der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren Jungen, 51 % Mädchen.1 In 1 248 Fällen wurden als Art der Kindeswohlgefährdung Anzeichen für Vernachlässigung festgestellt. Bei 718 Fällen gab es Anzeichen für körperliche und bei 761 für psychische Misshandlung. Hinweise auf sexuelle Gewalt wurden in 139 Fällen festgestellt, mehr als drei Viertel davon waren Mädchen. Bei der Art der Kindeswohlgefährdung sind Mehrfachnennungen möglich.

Eine sogenannte latente Kindeswohlgefährdung lag in 2 339 Fällen vor. Dabei konnte die Frage nach der tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, es bestand jedoch weiterhin der Verdacht einer Kindeswohlgefährdung bzw. eine solche konnte nicht ausgeschlossen werden.

Keine Kindeswohlgefährdung, wohl aber ein anderweitiger Unterstützungsbedarf ergab sich bei 4 906 Gefährdungseinschätzungen. Bei 4 340 Verfahren wurden keine Gefährdung und kein weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Hinweise auf mögliche Gefährdungen kommen von verschiedensten Personen und Institutionen. Am häufigsten wurde durch die Polizei, Gerichte oder die Staatsanwaltschaft (24 %) über die mögliche Gefährdung informiert. Bei 12 % der Fälle kamen die Hinweise von Nachbarn oder Bekannten des betroffenen Kindes oder Jugendlichen, bei 9 % von Schulen und in jeweils 8 % der Fälle von Sozialen Diensten, den Personensorgeberechtigten oder anonymen Meldern. Lediglich in 2 % der Fälle kamen die Hinweise von den Minderjährigen selbst.

Rund 22 % der Verfahren zur Gefährdungseinschätzung betrafen Kinder unter 3 Jahren. 19 % waren im klassischen Kindergartenalter von 3 bis unter 6 Jahren. Bei weiteren 23 % waren Kinder im Alter von 6 bis unter 10 Jahren betroffen. Jedes fünfte betroffene Kind war zwischen 10 und unter 14 Jahren (20 %) und 15 % waren Jugendliche zwischen 14 und unter 18 Jahren.

1Minderjährige mit der Signierung des Geschlechts „ohne Angabe (nach § 22 Absatz 3 PStG)“ werden dem männlichen Geschlecht zugeordnet.

Das könnte Sie auch interessieren…

Standesamtsstatistik 2025 für Schwetzingen

Standesamtsstatistik 2025 für Schwetzingen: Beliebte Trauorte und Vornamen Schwetzingen erfreut sich bei Brautpaaren weiterhin großer Beliebtheit. Im Jahr 2025 gaben sich insgesamt 136 Paare in Schwetzingen das Ja-Wort. Davon reisten 56 Paare von außerhalb an, während...

Unfall auf A5 bei Heidelberg: Lkw prallt gegen Leitplanke – Fahrer leicht verletzt

Am Mittwochmorgen gegen 03:30 Uhr kam es auf der A5 kurz vor dem Heidelberger Kreuz in Fahrtrichtung Karlsruhe zu einem Lkw-Unfall. Ein 38-jähriger Fahrer verlor auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte rechtsseitig gegen die Leitplanke....

Körperverletzung durch E-Gitarre – Zeugenaufruf

Am Dienstagvormittag wurde ein 65-jähriger Mitarbeiter des Recyclinghofs im Heidelberger Stadtteil Kirchheim von einem bislang unbekannten Mann mit einer E-Gitarre leicht verletzt. Der Tatverdächtige betrat unbefugt das Gelände des Recyclinghofs und wollte eine zur...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

MaNa informiert