Informationsveranstaltung zur Anschlussunterbringung für geflüchtete Familien in Mannheim
Die Stadt Mannheim lädt am Mittwoch, 10. Juni, um 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung über ein geplantes Wohnprojekt in der Thomas-Jefferson-Straße ein. Veranstaltungsort ist das Interkulturelle Haus Mannheim in der Thomas-Jefferson-Straße 4.
Geplant ist die Anmietung eines Gebäudes im nördlichen Teil der Straße, das künftig für die kommunale Anschlussunterbringung geflüchteter Menschen genutzt werden soll. Vorrangig sollen dort Familien mit Kindern einziehen, die derzeit noch in Gemeinschaftsunterkünften im Stadtteil Franklin leben und dort bereits seit mehreren Jahren untergebracht sind.
Insgesamt bieten die vorgesehenen Drei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen Platz für rund 110 Personen. Durch den Umzug innerhalb des vertrauten Wohnumfelds soll Kontinuität gewährleistet werden: Die Kinder können weiterhin ihre bisherigen Schulen besuchen, und bestehende Kontakte sowie Ehrenamtsangebote im Umfeld bleiben erhalten. Perspektivisch ist vorgesehen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner eigenständige Mietverträge abschließen und so langfristig in regulären Wohnraum übergehen.
Die Stadt betont, dass es sich bei der Anschlussunterbringung um eine kommunale Pflichtaufgabe handelt. Sie folgt auf die sogenannte vorläufige Unterbringung während des Asylverfahrens. In Mannheim werden derzeit rund 2.130 Geflüchtete in 17 Gemeinschaftsunterkünften in verschiedenen Stadtteilen betreut. Nach Abschluss des Verfahrens wechseln Personen mit anerkanntem Aufenthaltsstatus in die Anschlussunterbringung, die auf die Integration in den regulären Wohnungsmarkt vorbereitet. Für etwa 1.290 Personen steht dieser Übergang perspektivisch an.
Die Veranstaltung dient dazu, das geplante Vorhaben vorzustellen und Fragen aus der Bürgerschaft zu beantworten.
Weiterführende Links: Dreigliedriges Aufnahmesystem in Baden-Württemberg: Aufnahme und Unterbringung und Aufnahmesystem für Geflüchtete
Weiterführende Informationen auf mannheim.de Fachbereich Unterbringung, Förderung und Betreuung Schutzbedürftiger | Mannheim.de











