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Jetzt gegen Grippe impfen lassen

10. November 2019 | Mannheim

Winterzeit ist Grippezeit – Der Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt rät jetzt zur rechtzeitigen Grippeschutzimpfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt als wichtigste Schutzmaßnahme gegen die Grippe (Influenza) die Impfung generell für alle Personen über 60, für chronisch Kranke aller Altersstufen und für Medizin- und Pflegepersonal. Außerdem gibt es eine allgemeine Impfempfehlung für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, da durch die körperlichen Veränderungen der werdenden Mutter schwere Verläufe der Grippe begünstigt werden. Darüber hinaus erhalten die ungeborenen Babys im Mutterleib schützende Antikörper von der geimpften Mutter. Von diesem sogenannten Nestschutz profitieren die Säuglinge in den gefährdeten ersten Lebensmonaten.

In Baden-Württemberg wird die Impfung übrigens nicht nur Risikogruppen empfohlen. Das Ministerium für Soziales und Integration rät allen Bürgerinnen und Bürgern im Land zur Grippeschutzimpfung. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für alle Versicherten.

Für die Grippesaison 2019/2020 erhalten alle Versicherten einen Vierfach-Grippeschutz. Dieser enthält eine zusätzliche B-Komponente und schützt somit gegen zwei Influenza-A und zwei Influenza-B-Stämme.

Obwohl die Schutzwirkung der Grippeimpfung durch die ständigen Veränderungen der Grippeviren jedes Jahr variiert und daher nicht hundertprozentig vor der echten Grippe schützt, ist sie nach Aussage des Robert-Koch-Instituts die wirksamste Maßnahme, sich vor Grippe zu schützen. Denn aufgrund der Häufigkeit der Virusgrippe können mit der Impfung dennoch sehr viele Erkrankungen, schwere Verläufe und gar Todesfälle verhindert werden. Außerdem schützen Personen, die sich impfen lassen, nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Umgebung.

Regelmäßiges Händewaschen, das Abstandhalten zu Erkrankten und das Meiden von Menschenansammlungen sind weitere Schutzmaßnahmen.

Die Impfung schützt jedoch nicht vor „normalen“ Erkältungen, die landläufig ebenso als „Grippe“ oder „grippaler Infekt“ bezeichnet werden und die somit bei Geimpften ebenso häufig auftreten wie bei Ungeimpften. Dies stellt unter anderem eine der Ursachen für die verbreitete Meinung dar, „gerade wegen der Impfung krank geworden zu sein“. Ein Irrglaube, denn, wenn die echte Virusgrippe – in der Fachsprache „Influenza“ genannt – grassiert, haben auch andere Bakterien und Viren, die ähnliche Beschwerden verursachen, Hochsaison. Der Krankheitsverlauf bei diesen akuten Atemwegserkrankungen ist jedoch meist weniger schwer. Durch die bei Impfung verwendeten so genannten „Totimpfstoffe“ kann keine Erkrankung ausgelöst werden.

Bei der „echten“ Grippe kommt es zu einem plötzlichen schweren Krankheitsgefühl mit hohem Fieber, trockenem Husten, Kopf-, Hals-, Muskel- und Gliederschmerzen. Auch Übelkeit oder Erbrechen können auftreten. Komplikationen wie eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung sind möglich.

Der Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt rät, sich gegen Grippe impfen zu lassen. „Am besten sollten Bürgerinnen und Bürger zeitnah einen Termin bei ihrem Hausarzt vereinbaren und dann den Impfausweis gleich mitnehmen. Bei dieser Gelegenheit kann der Hausarzt auch prüfen, ob eventuell eine andere Impfung aufgefrischt werden müsste oder ob ältere Menschen zusätzlich gegen Pneumokokken, den Erreger von Lungenentzündungen, geimpft werden sollten“, empfiehlt der neue Mannheimer Gesundheitsbürgermeister Dirk Grunert.

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