Konjunktur Südwest: Industrie zieht Gesamtwirtschaft ins Minus

Wirtschaftsleistung dürfte im 2. Quartal 2019 real um 0,3 % gesunken sein

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Symbolfoto: envato

Die negative Industriekonjunktur zog im 2. Quartal 2019 die Gesamtwirtschaft insgesamt ins Minus. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sank die reale Wirtschaftsleistung ersten Berechnungen zufolge um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Dies ist das erste Quartalsminus seit Jahresbeginn 2013. Bei den in- und ausländischen Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe ist noch keine Bodenbildung erkennbar, was auf eine schwach ausgeprägte Wachstumsdynamik bis mindestens zum Jahresende hindeutet.

Nach der schwachen Entwicklung der Auftragseingänge in den vergangenen Quartalen rutschten die realen Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe im 2. Quartal erwartungsgemäß ins Minus. Die Auslandsnachfrage im Verarbeitenden Gewerbe entwickelte sich sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal als auch dem Vorquartal rückläufig. So sanken die realen Auslandsumsätze saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,6 % zum Vorjahr beziehungsweise 2,2 % zum Vorquartal. Besonders ausgeprägt war der Rückgang beim Fahrzeugbau mit einem Minus von 1,8 % zum Vorjahr und 3,7 % gegenüber dem Vorquartal. Ebenfalls rückläufige Umsätze meldete der Maschinenbau. Dort sanken die Erlöse um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr und 2,4 zum Vorquartal. Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen erzielten zum Vorquartal eine »rote« Null und lagen mit ihrer Umsatzentwicklung somit 1,5 % über dem entsprechenden Vorjahresniveau.

In der Inlandsnachfrage des Verarbeitenden Gewerbes hat sich das Konjunkturklima deutlicher als im Ausland eingetrübt. Dort lagen die realen Umsätze sogar 3,0 % unter dem Vorjahr beziehungsweise 3,3 % unter dem Niveau des Vorquartals. Inbesondere der Fahrzeugbau litt unter der allgemeinen Nachfrageschwäche. Dort sanken die Umsätze um 5,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal und um 6,9 % gegenüber dem Vorquartal. Der Maschinenbau entwickelte sich besser als das Verarbeitende Gewerbe insgesamt. Er verzeichnete dennoch fallende Umsätze (−1,5 % zum Vorjahr beziehungsweise −3,0 % zum Vorquartal). Im Baugewerbe schwächte sich die Dynamik ebenfalls ab. Die als Indikator für die Bauleistung fungierenden Arbeitsstunden stagnierten im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal. Im Vorjahresvergleich liegen diese aber immer noch mit 5,8 % im Plus.

Die nachlassende Wirtschaftsdynamik hinterlässt allmählich Spuren auf dem Arbeitsmarkt. So erhöhte sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im 2. Quartal nur noch um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. Damit lag das Quartalswachstum erstmals seit 2014 wieder unter der 2 Prozentmarke. Die Abschwächung am Arbeitsmarkt wird insbesondere in der Industrie und den industrienahen Dienstleistungsbranchen sichtbar. So verzeichnete beispielsweise der Bereich Arbeitnehmerüberlassung einen Personalabbau von 13,5 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Verarbeitende Gewerbe insgesamt drosselte seinen Personalaufbau auf 2,2 %. Die Arbeitslosenquote betrug im Juni 3,0 % und entsprach dem Wert des Vorjahresmonats. Die Preissteigerung im Südwesten hat sich im 2. Quartal leicht erhöht, blieb mit 1,8 % aber immer noch sehr moderat.

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