Bleiben Sie informiert  /  Mittwoch, 22. April 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Kreisforstamt: Wenn sich Amphibien wie Froschkönige freuen – Kreisforstamt und Untere Naturschutzbehörde legen in den Wäldern um Neckargemünd, Bammental und Gaiberg insgesamt 20 Tümpel an

22. Dezember 2019 | Leitartikel, Metropolregion, Natur & Umwelt

Alle Fotos: Bildhinweis (Quelle: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis):

Die Förster des Kreisforstamtes machten in diesen Tagen einigen ihrer besonderen Schützlinge, nämlich den Molchen, Salamandern, Fröschen, Unken und Kröten ein schönes Weihnachtsgeschenk: Im Bereich Neckargemünd, Bammental und Gaiberg wurden an besonnten Stellen eine ganze Reihe neuer Feuchtbiotope für sie angelegt. Ältere, bereits seit Jahren bestehende Biotope wurden teilweise aufwendig saniert. Dies geschah in gewohnt guter Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Rhein-Neckar-Kreises, die diese Artenschutzmaßnahme über Landesmittel finanziert hat.

 

Insgesamt konnte so der Bestand an feuchten Lebensräumen im Wald auf rund 20 von Menschenhand geschaffene Tümpel gesteigert werden. Für die wasserliebenden Waldbewohner sind solche Refugien immens wichtig; besonders vor dem Hintergrund, dass diese Lebensräume in der oben genannten Region von Natur aus recht selten bis gar nicht vorhanden sind. „Hier muss der Mensch, so er denn ein Herz für die bedrohte Natur hat, den Fröschen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Sprünge helfen. Und dieses Herz haben wir Förster vor Ort – allen gelegentlichen Unkenrufen zum Trotz“, merkt Revierförster Uwe Reinhard mit einem Schmunzeln an.

 

Apropos Unke: So ist zum Beispiel die Gelbbauchunke, eine Rote-Liste-Art, in unseren Wäldern heimisch. Weltweit gibt es sie nur noch in Baden-Württemberg und Bayern – die Forst- und Naturschutzbehörden haben also eine gewaltige Verpflichtung, die Art zu erhalten, der sie sich gerne gemeinsam stellen. Aber nicht nur die Behörden, jeder Einzelne kann etwas für die Natur tun: „In Hinblick auf die Amphibien bedeutet das beispielsweise, keine Kaulquappen oder Frösche zu fangen. Und schon gar nicht darf man überzählige Fische aus dem Gartenteich in falsch verstandener Tierliebe im Wald aussetzen“, erklärt Manfred Robens, Leiter des Kreisforstamts. Denn Fische sind wahre Räuber: Laich und junge Amphibien haben keine Chance gegen sie und werden zuhauf gefressen. Leider sind laut der Förster auf diese Weise schon viele Tümpel zu einem faunistisch toten Gewässer verkommen – wenn man mal von Goldfischen und deren naturfremden Artgenossen absieht, die im Wald nichts verloren haben.

 

Hier im Bammentaler Wald wird sich so mancher Frosch nach der Winterstarre erfreut die Augen reiben

Dieser Feuersalamander freut sich schon aufs Frühjahr…

Das könnte Sie auch interessieren…

Woinem Live

„Weinheim klingt nach Sommer“ – Musik-Events in der Innenstadt Unter dem Motto „So klingt der Sommer in Weinheim“ organisiert das Stadtmarketing der Stadt Weinheim auch in diesem Jahr eine Reihe von Musik-Events in der Innenstadt. Die Veranstaltungen finden mitten in...

Denis Kryeziu verlängert seinen Vertrag beim SV Waldhof

Mittelfeldspieler Denis Kryeziu verlängert vorzeitig beim SVW Der SV Waldhof Mannheim 07 hat den Vertrag mit dem 19-jährigen Mittelfeldspieler Denis Kryeziu vorzeitig verlängert und bindet ihn damit weiterhin an den Verein. Kryeziu, der zuvor Kapitän der U19 war,...

Verkehrsunfall mit leicht verletzter Person und erheblichem Sachschaden

Bei einem Verkehrsunfall im Heidelberger Stadtteil Pfaffengrund ist am frühen Montagnachmittag eine Person leicht verletzt worden. Zudem entstand erheblicher Sachschaden. Eine 33-jährige Fahrerin war kurz vor 15:00 Uhr mit einem BMW auf der Friedrich-Schott-Straße in...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

MaNa informiert