Luisa Heese wird kommissarische Direktorin der Kunsthalle Mannheim
Ab dem 1. April 2026 wird Luisa Heese die kommissarische Leitung der Kunsthalle Mannheim übernehmen. Sie war bisher stellvertretende Direktorin unter Johan Holten, der die Kunsthalle zum 31. März 2026 verlässt, um die Leitung des Museum ARKEN in seiner Heimatstadt Kopenhagen zu übernehmen.
Oberbürgermeister Christian Specht erklärt: „Die Kunsthalle hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Daher haben wir uns bewusst dafür entschieden, die Direktorenstelle zunächst nicht neu auszuschreiben. Stattdessen wird die stellvertretende Direktorin Luisa Heese die Leitung der Kunsthalle in den kommenden Monaten kommissarisch übernehmen. Damit setzen wir gezielt auf Kontinuität in einer Phase, in der die Kunsthalle programmatisch, organisatorisch und personell hervorragend aufgestellt ist.“
Auch Kulturbürgermeister Thorsten Riehle betont: „Den erfolgreichen Weg der Kunsthalle Mannheim wollen wir konsequent fortsetzen. Mit Luisa Heese an der Spitze erhält die Kunsthalle die notwendige Stabilität, um bestehende Stärken weiter auszubauen und laufende Projekte nahtlos weiterzuführen. Über die langfristige Ausrichtung der Direktion werden wir auf dieser soliden Basis im kommenden Jahr entscheiden.“
Nach mehreren altersbedingten Abschieden ist das Führungs- und kuratorische Team inzwischen vollständig und sehr stark besetzt. Mit ihrem Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm ist die Kunsthalle ein Leuchtturm der Kulturlandschaft in Mannheim. Besonders die Jubiläumsausstellung zur Neuen Sachlichkeit lockte viele Besucherinnen und Besucher erstmals in die Kunsthalle und in die Stadt.
Luisa Heese kam am 1. Juli 2023 als Kuratorin für zeitgenössische Kunst und Skulptur an die Kunsthalle Mannheim und ist seit 1. Juni 2025 stellvertretende Direktorin sowie Leiterin der Abteilung Wissenschaft und Sammlung. In dieser Zeit realisierte sie Ausstellungen namhafter Künstlerinnen und Künstler wie Sarah Lucas und Tavares Strachan und war außerdem Teil des kuratorischen Teams für den skulpturalen Teil der Ausstellung „Kirchner, Lehmbruck, Nolde – Geschichten des Expressionismus in Mannheim“ sowie für zahlreiche Sammlungspräsentationen und -erweiterungen.
Zuvor war die Kulturwissenschaftlerin seit September 2020 Direktorin des Museums im Kulturspeicher Würzburg, wo sie mit einem ambitionierten Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm überregional für Aufmerksamkeit sorgte. Vor ihrem Wechsel nach Würzburg hatte sie die kommissarische Leitung der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden inne, wo sie nach einem wissenschaftlichen Volontariat seit 2015 als Kuratorin tätig war.
Luisa Heese wurde 1984 in Göttingen geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit Schwerpunkt Kunstwissenschaft und Bildende Kunst in Hildesheim und Caldas da Raínha, Portugal.
Foto: Stadt Mannheim












