Landesförderung gesichert: Neubau des Rettungszentrums rückt in greifbare Nähe
Der DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e. V. freut sich über einen wichtigen Durchbruch auf dem Weg zum lange geplanten Neubau seines Rettungszentrums: Der Finanzausschuss des Landtags BadenWürttemberg hat am 22. Januar 2026 rund 62 Millionen Euro aus dem Landesanteil am Sondervermögen des Bundes freigegeben, um den Förderstau bei Rettungswachen abzubauen. Davon profitiert auch Heidelberg: Der Neubau des DRK-Rettungszentrums erhält einen Zuschuss von 5,6 Millionen Euro . Innenminister Thomas Strobl hat die Förderurkunden im Rahmen einer feierlichen Übergabe am Freitag, 30. Januar, überreicht. Angekündigt wurde auch eine zeitnahe formelle Bewilligung des Förderantrags.
Die Landesförderung bildet neben Eigenkapital und Spendengeldern einen zentralen Grundpfeiler, um das Projekt bei einem veranschlagten Gesamtvolumen von rund 19 Millionen Euro realisieren zu können. Kreisgeschäftsführerin Caroline Falk resümiert: „Nach zwei abgelehnten Anträgen aufgrund des erheblichen Investitionsstaus auf Landesebene war zeitweise unklar, wann wir überhaupt zum Zug kommen. Die nun vorliegende Ankündigung ist ein klares Signal für eine Stärkung der Rettungsdienste. Die verbesserte Einsatzbereitschaft und Versorgungssicherheit werden den Menschen im Rhein-Neckar-Kreis und in der Stadt Heidelberg zugutekommen.“
Besonderer Dank gilt den zahlreichen Unterstützern, allen voran den Landtagsabgeordneten aus Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis, dem Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg und dem Landrat des Rhein-Neckar-Kreises. In einer parteiübergreifenden Initiative haben sich diese vor Ort informiert, die Notwendigkeit des Projekts erkannt und sich gemeinsam für eine Lösung eingesetzt.
Die Stadt Heidelberg stellt für den Neubau zudem ein passendes Grundstück in der Rudolf-Diesel-Straße – in unmittelbarer Nähe zum bisherigen Standort im Langen Anger. „Das DRK leistet im Verbund der
Rettungsdienste eine enorm wichtige Arbeit für die Menschen in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis. Als Stadt unterstützen wir das sehr gerne – denn es kommt allen Bürgerinnen und Bürgern zugute, die auf Hilfe angewiesen sind“, sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner.
Weiterhin dankt der DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e. V. dem Land Baden-Württemberg, dessen Vertreterinnen und Vertreter den dringenden Bedarf für den Neubau im Rahmen der Mittelvergabe erkannt und berücksichtigt haben. Die jüngste Entscheidung des Finanzausschusses des Landtags knüpft an die im Doppelhaushalt 2025/2026 erhöhten Mittel für den Rettungsdienst an. Mit einem Nachtrag im Dezember 2025 wurden zusätzliche Gelder bereitgestellt, um unter anderem Neubau-, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen sowie die Erstausstattung von Rettungswachen zu fördern.
Hintergrund zum DRK-Neubau
Die bestehenden DRK-Räumlichkeiten in Heidelberg stammen aus den 1950er- und 1970er-Jahren und sind technisch überholt. Wasserschäden, unzureichende Dämmung, extreme Hitze im Sommer und Heizungsausfälle im Winter erschweren den Betrieb ebenso wie gravierender Platzmangel. Mit jährlich über 50.000 Einsätzen in Notfallrettung und Krankentransport stößt der Kreisverband an seine Grenzen.
Das Rettungszentrum am neuen Standort in der Rudolf-Diesel-Straße wird alle zentralen Funktionen bündeln, moderne Arbeitsbedingungen für bis zu 400 Mitarbeitende schaffen und nach Passivhausstandard gebaut werden. Das Grundstück wird von der Stadt Heidelberg im Wege des Erbbaurechts zur Verfügung gestellt.











