Neue Gemeinschaftsschule in Spinelli und Sanierung der Pestalozzischule, Personalschub im sozialen Bereich

Ausschuss für Bildung und Gesundheit sowie Jugendhilfeausschuss vom 27. September 2022

Eine neue Gemeinschaftsschule für Mannheim
Mehrheitlich hat der Bildungsausschuss zugestimmt, dass im neuen Stadtteil Spinelli eine Gemeinschaftsschule entstehen wird. Die Gemeinschaftsschule ermöglicht eine größere Durchlässigkeit zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse. Damit ist eine richtungsweisende Entwicklung für mehr Bildungsgerechtigkeit in Mannheim angestoßen. Steigende Schüler*innenzahlen und die große Nachfrage an Schulplätzen in den bereits vorhandenen Gemeinschaftsschulen Johannes-Kepler-Schule und Kerschensteinerschule machen eine Erweiterung des Angebots im weiterführenden Bereich notwendig. Entstehen wird eine vierzügige Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe für rund 1000 Schüler*innen. Mit der Empfehlung hat der Bildungsausschuss dem Standort der Schule zugestimmt, zugleich wird ein flächenmäßiger Ausgleich im Sinne der auf Spinelli geplanten Wohnbebauung angestrebt. Die Verwaltung kann nun die weiteren Planungen für die neue Schule auf den Weg bringen.

Sanierung der Pestalozzi-Schule
Der Bildungsausschuss hat der Sanierung der Pestalozzischule und Weiterentwicklung zu einer vierzügigen verbindlichen Ganztagsgrundschule in Höhe von rund 52 Mio. EUR zugestimmt. Das denkmalgeschützte Gebäude der Pestalozzischule weist einen hohen Sanierungsbedarf und brandschutztechnische Mängel auf. Im Zuge der Generalsanierung werden bauliche Mängel beseitigt und der Ausbau des Gebäudes zur vierzügigen Ganztagsgrundschule umgesetzt. Der Ganztagsbetrieb in verbindlicher Form wird nach Abschluss der Baumaßnahme voraussichtlich zum Schuljahr 2028/2029 gestartet. Die Hortbetreuung bleibt während der Sanierungsmaßnahme bestehen, die Mittagsverpflegung erfolgt übergangsweise in einem separaten Gebäude („Trafohaus“) auf dem Schulgelände. Zur Finanzierung der Neubaumaßnahmen wird die Gewährung eines Landeszuschusses zur Schulbauförderung sowie die Gewährung einer Zuwendung nach der Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums für die Förderung des Baus von kommunalen Sporthallen und Sportfreianlagen beantragt. Der Baubeginn ist 2024 vorgesehen.

Digitale Boards für die Mannheimer Berufsschulen
Im Rahmen der Umsetzung des DigitalPakts Schule erfolgen in Mannheim umfassende Maßnahmen im Ausbau der Netzinfrastruktur in den Schulen, dem Aufbau eines flächendeckenden W-Lans in allen Schulen, der Ausstattung der Klassen- und Fachräume mit digitalen Präsentationsflächen sowie bei den digitalen Arbeitsgeräten und den mobilen Endgeräten. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf dem Ausbau der Infrastruktur und der
Beschaffung von digitalen Präsentationsflächen. Abweichend von der Standardausstattung für die Klassenräume in Grund- und weiterführenden Schulen, können Berufsschulen auch Touchscreens beschaffen. Über eine eigene Ausschreibung hatten verschiedene Berufsschulen 2021 bereits 65 Touchscreens beschafft. Über einen nun nutzbaren Rahmenvertrag ist eine Standardisierung der digitalen Präsentationsflächen in den Berufsschulen möglich. Es handelt sich um den Abruf von bis zu 175 Touchscreens im Beschaffungswert von rd. 814.000 EUR. 80% der Kosten werden über den DigitalPakt Schule durch den Bund gefördert.

Der Kita-Ausbau geht weiter voran
Im neuen Stadtteil FRANKLIN sind Betreuungsplätze dringend erforderlich. Nun soll perspektivisch im dortigen George-Sullivan-Ring eine weitere Kindertageseinrichtung entstehen. Geplant ist eine siebengruppige Kindertageseinrichtung mit drei Krippen- und vier Kindergartengruppen. Die Einrichtung bietet somit 110 Betreuungsplätze mit Ganztagsbetreuungsangebot. Die Kindertageseinrichtung soll geplant Ende 2025 betriebsbereit sein. Dem hat der Jugendhilfeausschuss mehrheitlich zugestimmt.

Zusätzliches Personal für den Sozialen Dienst
Als Ergebnis des Projekts „Fortschreibung der Personalbemessung mit Prozessoptimierung für den Sozialen Dienst des Fachbereichs Jugendamt und Gesundheitsamt“ erhält der Soziale Dienst rund 45 zusätzliche Stellen, die voraussichtlich im Laufe des Monats Oktober ausgeschrieben und besetzt werden können. Diese Entwicklung bietet eine gute Grundlage für die komplexen Herausforderungen wie beispielsweise gestiegene Fallzahlen, gesellschaftliche Entwicklungen und neue gesetzlichen Aufgaben in der Sozialarbeit in Mannheim, die insbesondere seit der Corona-Pandemie unter nochmals erschwerten Bedingungen stattfindet.

Erster Mannheimer Suchtpräventionsbericht
Der erste Suchtpräventionsbericht beschreibt die Mannheimer Suchtpräventionslandschaft für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und ist Basis zur Weiterentwicklung der kommunalen Suchtpräventionsstrategie. Besonderer Handlungsbedarf besteht aufgrund des steigenden Mediennutzungsverhaltens im Bereich Medienprävention, die mit Fokus auf exzessive Mediennutzung ausgebaut werden soll. Auch der Cannabisprävention für Kinder und Jugendliche kommt eine besondere Bedeutung zu, und trotz rückläufiger Zahlen hat auch die Alkoholprävention nach wie vor einen hohen Stellenwert. Die Stadtverwaltung wird gemeinsam mit Akteur*innen der Suchthilfe und -prävention ein konkretisiertes, handlungsbezogenes Umsetzungskonzept für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Suchtprävention entwickeln und dies im Frühjahr 2023 für die weitere politische Diskussion vorlegen.

Quelle: Stadt Mannheim

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