OB Just verabschiedete 14 Mitglieder aus dem Gemeinderat – Ehrungen für 20 Jahre kommunalpolitisches Engagement

Große Aufgaben gemeistert

 

Weinheim. (zg) Der im Mai gewählte Weinheimer Gemeinderat sieht ganz anders aus als sein Vorgänger-Gremium. 14 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolititiker wurden am Mittwochabend in der letzten Sitzung des Parlaments verabschiedet. Der nächste Gemeinderat, der aus 36 Mitgliedern (plus OB) bestehen wird, konstituiert sich in einer Woche am Mittwoch, 17. Juli an gleicher Stelle.

„Dieser Gemeinderat hat sich aktiv in die Themengestaltung und die strategische Ausrichtung der Stadt Weinheim eingebracht.“ Mit diesen Worten würdigte Oberbürgermeister Manuel Just die zurückliegende Arbeit des Gremiums. Er sprach von einem „regen Austausch zwischen Mitgliedern des Gemeinderats und der Verwaltung, teilweise auch kontroversen Diskussionen“.  Aber grundsätzlich bescheinigte er: „Die Stadt hat sich in den vergangenen fünf Jahren gesamtbilanziell betrachtet weiterhin zum Wohle seiner Einwohnerinnen und Einwohner entwickelt.“

Dabei habe die Legislaturperiode Gemeinderat und Verwaltung vor große Aufgaben gestellt. Just nannte stichwortartig die Themen Kinderbetreuung,  Schulen,  Investitionen in Bildung,  Stadt- und Innenstadtentwicklung mit den Sanierungs- und Neubaugebieten,  Öffentlicher Personennahverkehr,  Integration und Flüchtlingsmanagement,  Gewerbeentwicklung,  Demographischer Wandel,  Soziales Miteinander und Bürgerbeteiligung.  Er lobte anerkennend: „Es wurde in den vergangenen fünf Jahren in diesem Haus viel gearbeitet, und ich denke, wir alle können stolz auf die geleistete Arbeit zurückblicken.“

Unter den scheidenden Räten sind einige Urgesteine und „Hochkaräter“ wie Wolfgang Metzeltin, der lange Zeit Fraktionsvorsitzender der SPD war und auch den Stadtjugendring führte und Stellvertreter des Oberbürgermeisters war, sowie Hans Mazur, der langjährige Vorsitzende des Stadtseniorenrates, sowie Dr. Alexander Boguslawski, der sich als Literat und Heimathistoriker einen Namen gemacht hat. Desweiteren sind aus dem Gremium ausgeschieden: Dr. Mark Schüssler,  Oliver Gärtner, Andrea Reister, Thomas Knörr,  Albrecht Koenig, Sascha Pröhl (der vor zehn Jahren als jüngstes Mitglied ins Gremium eingezogen war), Dr. Michael Lehner, Rolf Emenlauer,

Klaus Flößer, Heinrich Pflästerer und Simon Pflästerer.

Stellvertretend für die scheidenden Kommunalpolitiker zog Wolfgang Metzeltin eine Bilanz und erinnerte dabei an die gleichen politischen Schwerpunkte wie der OB. „Bei aller Unterschiedlichkeit politischer Positionen, hat ein gemeinsames Ziel uns immer wieder zusammengeführt, um damit den Auftrag unserer Wählerinnen und Wähler nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen“, beschrieb er, und ergänzte: „So wie es bereits bei Jeremia Kapitel 29 Vers 7 nachzulesen war: Suchet der Stadt Bestes (…), denn wenn es ihr wohl geht, so geht es auch euch wohl“.

Seinen Nachfolgern schrieb Metzeltin ins Stammbuch: „In diesem Sinne wünschen wir allen Mitgliedern dieses Hauses für die kommenden fünf Jahre die gleiche Tatkraft, Geduld, Toleranz und den notwendigen gegenseitigen Respekt für eine weiterhin kollegiale Zusammenarbeit in konstruktiven Beratungen und viel Erfolg bei Ihren Entscheidungen zum Wohl unserer Stadt und ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger.“

Und: „Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger  heute herzlich darum bitten, sowohl allen verbliebenen als auch neu gewählten Kolleginnen und Kollegen diese Gremiums, die nicht nur dem städtischen Amtseid verpflichtet sind, sondern darüber hinaus auch fest auf dem Boden unserer im Grundgesetz verankerten demokratischen Verfassung stehen, in ihrer verantwortungsvollen Arbeit weiterhin in gleichem Maße zu unterstützen.

Drei Kommunalpolitiker hatten zuvor für ihre 20-jährige Zugehörigkeit im Gemeinderat das Verdienstabzeichen des Städtetags Baden-Württemberg in Silber erhalten. Das waren Christina Eitenmüller, Stella Kirgiane-Efremidou und Heinrich Pflästerer. OB Just würdigte ihre Verdienste so: „Sich auf dieser politischen Ebene, die noch immer die unmittelbarste Wirkung auf die Menschen entfacht, zu engagieren, verdient Respekt und Anerkennung.“

Manuel Just drückte seine Wertschätzung aus: „Sie stellen in Sitzung um Sitzung ihr unterschiedlichstes berufliches Fachwissen zur Verfügung, sind oftmals Scharnier zwischen Bürgerschaft und Verwaltung und in den wichtigen strategischen Ausrichtungen und Projekten einer Kommune finaler Entscheidungsträger. Dies – wohl gemerkt – alles im Ehrenamt und mit einem zeitlichen Einsatz, der oftmals über das hinausgeht, was als selbstverständlich angesehen werden kann.“

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