Oberbürgermeister Würzner begrüßt Freilassung von Oleg Senzow und Alexander Kolchenko

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner begrüßt die Freilassung von Regisseur Oleg Senzow und Politikaktivist Alexander Kolchenko. Senzow und Kolchenko wurden in Heidelbergs Partnerstadt Simferopol auf der Halbinsel Krim geboren. Im Mai 2014 waren sie auf der Krim verhaftet und 2015 durch ein russisches Gericht wegen angeblicher terroristischer Aktivitäten zu Freiheitsstrafen von 20 beziehungsweise zehn Jahren verurteilt worden. Am 7. September 2019 wurden sie im Zuge eines ukrainisch-russischen Gefangenenaustausches freigelassen.

 

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Ich freue mich über die Freilassung von Oleg Senzow und Alexander Kolchenko. Beide stammen aus unserer Partnerstadt Simferopol. Ihre andauernde Inhaftierung war für mich seit Jahren nicht nachvollziehbar Der Gesundheitszustand von Oleg Senzow hatte mich und viele weitere Menschen in Heidelberg aufgrund eines monatelangen Hungerstreiks mit großer Sorge erfüllt. Ich danke allen, die sich für eine Freilassung eingesetzt haben. Auch ich habe mich mehrfach unter anderem gegenüber dem deutschen Außenministerium dafür stark gemacht. Ich würde mich freuen, Oleg Senzow für ein Treffen in Heidelberg begrüßen zu dürfen.“

 

Im März 2014 wurde die Halbinsel Krim durch die Russische Föderation annektiert. Gemeinsam mit den EU-Partnern erkennt die Bundesrepublik Deutschland die illegale Annexion der Krim durch die Russische Föderation nicht an. Aus diesem Grund pflegt die Bundesrepublik Deutschland keine offiziellen Kontakte mit Institutionen und De-facto-Behörden der Krim. Die Stadt Heidelberg hat sich dieser Vorgehensweise angeschlossen.

 

Zur Städtepartnerschaft mit Simferopol teilt Oberbürgermeister Prof. Würzner mit: „Die Menschen in Simferopol sind uns in der mehr als 25 Jahre währenden Städtepartnerschaft sehr ans Herz gewachsen. Trotz der schwierigen politischen Situation sehen wir uns in Heidelberg in einer besonderen Verantwortung, die freundschaftlichen Beziehungen zu den Bürgern von Simferopol aufrechtzuerhalten. Wir wollen unsere guten persönlichen Kontakte nutzen, um den Einwohnern in unserer Partnerstadt so konkret wie möglich helfen zu können. Ich setze auf Gespräche und humanitäre Unterstützung, um Erleichterungen für die Menschen vor Ort zu erreichen. Über die Organisation ,SOS Krim‘ haben wir bereits Menschen unterstützt, die aus Simferopol geflüchtet sind.“

 

 

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