Para Judo-EM 2026: Heimspiel für Deutschland in Heidelberg
Deutschlands Para Judo-Nationalmannschaft freut sich auf ein echtes Heimspiel: Vom 14. bis 16. August 2026 finden in Heidelberg die Para Judo-Europameisterschaften statt. Erwartet werden über 120 Athletinnen und Athleten aus rund 20 Nationen. Bundestrainerin Carmen Bruckmann hofft auf deutsche Medaillen und ein starkes Nachwuchsteam.
Nur wenige Tage nach der Para Dressursport-WM in Aachen bietet die Para Judo-EM in Heidelberg ein weiteres Highlight des Para Sports in Deutschland. Die Stadt am Neckar hat sich bereits beim Grand Prix vor zwei Jahren als hervorragender Austragungsort bewährt, als sie ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Qualifikation für die Paralympics in Paris war.
„Das Turnier ist sehr gut angekommen bei unseren ausländischen Gästen und der Para Judo-Familie. Heidelberg bietet perfekte Rahmenbedingungen mit einer tollen Halle und kurzen Wegen. Zudem ist es das Zentrum des Para Judo-Sports in Deutschland. Wir erwarten ein hochklassiges Teilnehmerfeld“, betont Bundestrainerin Carmen Bruckmann. Während die Spitzenathletinnen und -athleten um Medaillen oder den Titel kämpfen, soll die jüngere Generation beim Heimspiel wertvolle Erfahrungen sammeln. „Wir hoffen, dass wir vor heimischem Publikum viele Talente einbinden und Schritt für Schritt an das internationale Niveau heranführen können. Die Athletinnen und Athleten freuen sich tierisch auf die EM“, so Bruckmann weiter.
Lennart Sass, Bronzemedaillengewinner bei den Paralympics, freut sich besonders auf die Heim-EM: „Der Grand Prix 2024 war schon ein großes Highlight für mich an meinem Wohn- und Trainingsort. Jetzt freue ich mich auf die EM und ein starkes Event, bei dem ich meinen Titel verteidigen möchte. Ich bin trainingsfleißig, voll motiviert und zum Glück unverletzt, daher bin ich zuversichtlich, dass mir die Titelverteidigung zu Hause gelingt.“ Nach der EM steht für Sass das schriftliche Staatsexamen seines Jura-Studiums an, gefolgt von der WM im Oktober in Georgien.
Die Europameisterschaften werden im SNP dome Heidelberg ausgetragen, der 2021 erbaut wurde, barrierefrei ist und Platz für über 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauer bietet. Heidelberg überzeugt durch kurze Wege: Bahnhof, Unterkünfte, Klassifizierungs-, Trainings- und Wettkampfstätten liegen innerhalb von anderthalb Kilometern. In der Stadt befindet sich zudem Deutschlands erstes Bundesleistungszentrum im Para Judo am Olympiastützpunkt der Metropolregion Rhein-Neckar.
„Der Grand Prix 2024 war die gelungene Generalprobe, die gezeigt hat: Deutschland, Rhein-Neckar und Heidelberg können Para Judo. Die entstandene Begeisterung wollen wir nutzen, um nun professionelle, top-organisierte und stimmungsvolle Europameisterschaften auszurichten. Für uns steht fest: Der Verbund Heidelberg und Mannheim ist ein optimaler Standort für die Entwicklung der Sportart auf nationaler und internationaler Ebene – und Heidelberg ein perfekter EM-Gastgeber“, sagt Marc Möllmann, Vorstand Leistungssport im Deutschen Behindertensportverband (DBS). Er fügt hinzu, dass die erneute Ausrichtung eines Highlights dazu beitragen soll, Para Judo in Deutschland auf ein neues Level zu bringen und den Athletinnen und Athleten eine würdige Bühne für ihre beeindruckenden Leistungen zu bieten.
Foto: Ralf Kuckuck / DBS












