Prof. Dr. Würzner zum Weltklimagipfel in Madrid: „Mit Städte-Tandems gegen den Klimawandel“ 

Städte könnten von Vorreiter-Städten lernen – 30 Prozent CO2-Einsparung pro Kopf in Heidelberg seit 1987

Symbolfoto: envato

Anlässlich des Weltklimagipfels, der noch bis zum 13. Dezember 2019 in Madrid stattfindet, schlägt Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner Städte-Tandems als ein Mittel zur Lösung der Klimakrise vor: „Weltweit sind die Städte und Gemeinden der Schlüssel zur Energiewende, denn dort entstehen die meisten Emissionen“, sagt der ausgewiesene Klimaschutz-Experte: „Die Städte haben schon viele kreative Lösungen dafür entwickelt, wie wir klimafreundlich und nachhaltig leben können. Wir müssen diese Erfahrungen weltweit nutzen. Wir haben dazu sehr gute Klimaschutz-Netzwerke. Das sollten wir ergänzen, indem sich Vorreiter-Städte jeweils zu einem Tandem mit einer Stadt zusammenschließen, die in punkto Klimaschutz eher noch am Anfang steht.“

 

Prof. Dr. Eckart Würzner ist seit 2006 Präsident des europäischen Städtenetzwerkes „Energy Cities“ und im Vorstand des weltweiten Städte-Netzwerks „Covenant of Mayors“. Der „Covenant of Mayors“ ist die größte „Selbstverpflichtung zum Klimaschutz“ von Städten – mit mehr als 9.000 Städten und Gemeinden auf sechs Kontinenten und in 132 Ländern, die insgesamt über 800 Millionen Menschen repräsentieren.

 

Seit 2004 sinken die CO2 -Emissionen kontinuierlich – obwohl die Stadt gewachsen ist

 

Was andere Städte noch anstreben, hat Heidelberg bereits erreicht: Die Stadt hat den Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 seit 1987 bereits um etwa 30 Prozent verringert. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Bilanz des Heidelberger ifeu-Instituts, welche im Auftrag der Stadt regelmäßig erstellt wird. Seit dem Jahr 2004 sinken die CO2 -Emissionen kontinuierlich – obwohl die Stadt seitdem gewachsen ist. Das zentrale Ziel: Bis 2050 möchte Heidelberg – unter Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft – zur klimaneutralen Kommune werden.

 

Die Stadt Heidelberg verabschiedete bereits 1992 als erste deutsche Großstadt ein kommunales Klimaschutzkonzept. Im Mai 2019 hat Heidelberg als eine der ersten Städte bundesweit den Klimanotstand ausgerufen. Auf ihrem Weg zur klimaneutralen Stadt hat Heidelberg im November 2019 einen großen Klimaschutz-Aktionsplan mit den ersten 30 konkreten Vorschlägen aufgelegt. Dieser Aktionsplan legt Ziele und Prioritäten innerhalb des „Masterplan 100% Klimaschutz“ fest (www.heidelberg.de/masterplan100). Die Vorschläge betreffen alle Lebensbereiche, von Bauen und Wohnen, Ernährung und Konsum über die naturnahe Stadtgestaltung bis hin zur Mobilität. Mit diesem Vorstoß will die Stadt die CO2-Emissionen noch weiter reduzieren.

 

Internationales Engagement

 

Die Stadt engagiert sich bundesweit und international für mehr Klimaschutz und Naturschutz. Heidelberg ist mit vielen Städten rund um den Erdball hervorragend vernetzt, unter anderem als „Innovator City“ im internationalen Städtenetzwerk C40, über die „Energy Cities“, das „KlimaBündnis“ oder den Städtetag. Zudem bringt sich die Stadt Heidelberg durch die Unterstützung und Förderung von „Eine Welt“-Projekten ein, die sich an nachhaltiger Entwicklung im Sinne der „Sustainable Development Goals“ orientieren.

 

Im Mai 2019 hat in Heidelberg die internationale Klimaschutzkonferenz ICCA2019 mit rund 1.000 Teilnehmenden stattgefunden (www.heidelberg.de/klimakonferenz).

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