Projekt „SOS-Dosen in Mannheim“ vorgestellt

1000 Dosen werden verteilt

Bei einem gesundheitlichen Notfall muss es oft schnell gehen. „Diese unscheinbaren rot-weißen SOS-Dosen können dazu beitragen, Leben zu retten“, sagte Gesundheitsbürgermeister Dirk Grunert bei der Vorstellung des Projekts SOS-Dosen in Mannheim und erklärte deren Prinzip: „In der Dose, die immer im Kühlschrank aufbewahrt wird, befindet sich ein Datenblatt mit den wichtigsten Informationen für den Notfall. Dies sind Informationen zur Person und zu Angehörigen, zu Medikamenteneinnahme und Vorerkrankungen. Wenn Rettungskräfte und Nothelfer zu einem Einsatz gerufen werden, erkennen sie die vorhandene SOS-Dose an einem Aufkleber am Wohnungseingang.“

Kostenlos stellen die Kommunale Gesundheitskonferenz und die Koordinationsstelle Gesundheit – angesiedelt beim Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt der Stadt Mannheim – in Zusammenarbeit mit dem Lions Club, dem Kiwanis Club und dem ZONTA Club 1000 SOS-Dosen für Mannheimer Bürger*innen zur Verfügung. Diese sollen in Mannheim besonders an ältere oder erkrankte Personen ausgegeben werden. Die Idee zur Umsetzung des Projektes entstand im Arbeitskreis der Kommunalen Gesundheitskonferenz „Gesund älter werden in Mannheim“. Die kostenfreie Ausgabe erfolgt über Kooperationspartner wie Quartiermanagement, Gesundheitstreffpunkt, Pflegestützpunkt und Projekte wie MAG1 – Mannheim gegen Einsamkeit. Dort bekommen die Personen Hilfe beim Ausfüllen, können eventuell Kontakte knüpfen und werden somit auch ans Hilfesystem in Mannheim angebunden.

Viele ältere oder erkrankte Menschen leben allein. Oftmals fehlt ein nahes soziales Umfeld, einige von ihnen sind vereinsamt. In einer Notfallsituation, in der sich die Personen selbst nicht mehr äußern können, sind verlässliche Informationen zu Vorerkrankungen, Medikamenten oder Kontaktinformationen zu Angehörigen für die Rettungskräfte hilfreich und manchmal sogar lebensrettend. Aber auch für Kinder kann es sehr entlastend sein, in einem Notfall von Mutter oder Vater auf die Dose zurückgreifen zu können und so die Rettungskräfte zu unterstützen.

„Im Rahmen unserer Initiative zur Bekämpfung von Altersarmut bei Frauen haben wir von Anfang an das Projekt SOS-Dose der Stadt Mannheim unterstützt. Die SOS-Dosen können im Ernstfall das Leben von älteren oder alleinlebenden Menschen retten“, erklärte Gabriele Smith, ZONTA Mannheim e. V., bei der Vorstellung des Projekts.

„Kiwanis ist eine weltweite Service-Organisation, die sich für das Wohl der Gemeinschaft und insbesondere für die Kinder, einsetzt“, erläuterte Katharina Graf die Gründe für die Projektbeteiligung des Kiwanis-Clubs Mannheim-Ludwigshafen.

„Den Kooperationspartnern wie Quartiermanagement, Pflegestützpunkt und Mannheim gegen Einsamkeit danken wir ausdrücklich für ihre Unterstützung und ihren Einsatz“, betonte Bürgermeister Dirk Grunert – „ebenso wie den Projektpartnern vom Lions Club Mannheim, vom Kiwanis-Club Mannheim-Ludwigshafen und von ZONTA Mannheim für die finanzielle Unterstützung des Projekts.“

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