E-Bike-Fahrer prallt gegen geöffnete Transportertür – 36-Jähriger verletzt
Bei einem sogenannten Dooring-Unfall in der Vangerowstraße im Stadtteil Bergheim erlitt ein 36-jähriger E-Bike-Fahrer Kopfverletzungen. Er war ohne Helm unterwegs und musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Ein plötzlich geöffnetes Fahrzeugtür wurde einem 36-jährigen E-Bike-Fahrer am Donnerstag gegen 16.45 Uhr in Heidelberg zum Verhängnis. Der Mann war verbotswidrig auf dem Gehweg der Vangerowstraße im Stadtteil Bergheim unterwegs, als es zu dem Unfall kam.
Beim Passieren eines Mercedes-Kleintransporters, der teilweise auf der Straße und teilweise auf dem Gehweg geparkt war, öffnete dessen 66-jähriger Fahrer die Beifahrertür, um auszusteigen. Der E-Bike-Fahrer konnte dem unerwarteten Hindernis nicht mehr ausweichen, prallte gegen die Tür und stürzte.
Der 36-Jährige trug keinen Fahrradhelm und erlitt Kopfverletzungen. Der Rettungsdienst brachte ihn zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus.
Gegen den 66-jährigen Transporter-Fahrer wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Dem E-Bike-Fahrer wird das verbotswidrige Befahren des Gehwegs vorgeworfen. Der Verkehrsdienst Heidelberg hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.
Polizei warnt vor Dooring-Unfällen
Im Zusammenhang mit dem Unfall weist die Polizei auf die Bedeutung eines geeigneten und richtig angepassten Fahrradhelms hin. Dieser könne dazu beitragen, schwere Kopfverletzungen in gewissem Maß zu verhindern.
Zudem gibt die Polizei Autofahrern einen wichtigen Hinweis, um sogenannte Dooring-Unfälle zu vermeiden: Vor dem Öffnen der Fahrzeugtür sollten sie nicht nur in den Seitenspiegel schauen, sondern zusätzlich einen Schulterblick machen.
Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte „Holländische Griff“. Dabei wird die Fahrer- oder Beifahrertür jeweils mit der Hand geöffnet, die der Tür abgewandt ist. Beim Öffnen dreht sich die Schulter dadurch automatisch in Richtung Fahrbahn beziehungsweise Gehweg. Von hinten kommende Radfahrer, andere Fahrzeuge oder Fußgänger lassen sich so besser erkennen.
In den Niederlanden gehört diese Technik zur Fahrschulausbildung – daher auch die Bezeichnung „Holländischer Griff“.










