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Rückenwind für die Lern-Praxis-Werkstatt

22. März 2024 | Bildung, Leitartikel, Photo Gallerie, Weinheim

Stadt Weinheim stärkt das Bildungs- und Integrationsprojekt mit höherem Zuschuss und will dabei Vorbild für andere sein

Die Lern-Praxis-Werkstatt, in der junge Menschen mit schwierigen Biografien auf ein aktives Berufsleben vorbereitet werden, bekommt Rückenwind aus ihrer Standortkommune Weinheim – verbunden mit viel Lob und Anerkennung aus der Politik.

In den vergangenen sechs Jahren wurden in der Werkstatt, die in einer Firmenhalle der Firma Viscofan untergebracht ist, annähernd 300 Personen aus 27 Ländern betreut. Gut 85 Prozent der Menschen bekamen dort eine berufliche Anschlussperspektive: entweder Zugänge zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, zum Bildungssystem oder zu den Maßnahmen der Agentur für Arbeit und der Jobcenter. Der Weinheimer Gemeinderat genehmigte einen höheren Zuschuss für 2024 sowie einen jährlichen kommunalen Zuschuss von 30 000 Euro jeweils in den Jahren 2025 und 2026.
Dies auch, um Beispiele für andere Organisationen und Staatliche Stellen zu sein, auf deren Unterstützung die Lern-Praxis-Werkstatt ebenfalls angewiesen ist. Denn auf anderen Ebenen stehen Zuschüsse auf der Kippe, wie Oberbürgermeister Manuel Just bestätigte. Geschäftsführer Jürgen Ripplinger hatte diese Befürchtungen schon im Rahmen der Gemeinderats-Vorlage geäußert. Diese Unsicherheit stieß in Weinheim bei Vertretern der Verwaltung und des Gremiums auf Unverständnis. Schließlich ergebe das Projekt Lern-Praxis-Werkstatt auch volkswirtschaftlich einen Sinn, denn nachweislich könnten damit Personen auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen, die es ansonsten wohl nicht schaffen würden.

Im Bericht an den Gemeinderat war aufgezeigt worden, dass sich die Lern-Praxis-Werkstatt seit ihrer Eröffnung im Jahr 2018 permanent weiterentwickelt und den Anforderungen angepasst hat. Während die Einrichtung in den Anfangsjahren vor allem die Arbeitsmarkt-Integration von geflüchteten Menschen vorantrieb, wurde die Zielgruppe nach Corona um andere Personenkreise erweitert: Etwa um benachteiligte Jugendliche und geflüchtete Frauen mit kleinen Kinder, denn die Veränderungen und die Probleme, die durch die Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt und auch auf dem Ausbildungsstellenmarkt entstanden sind, wirken sich auf benachteiligte Jugendliche noch einmal stärker aus, argumentierte Jürgen Ripplinger, der auf wichtige Projekte verweisen konnte. Zum Beispiel sei das Projekt „Fit4Praktikum“, ein niederschwelliges Angebot, bei dem individuelle persönliche Beratung, die Gelegenheit zu praktischen Lernerfahrungen und die Zugehörigkeit zu einem Team kombiniert werden.
Im Projekt Bildungsjahr für erwachsene Flüchtlinge mit keinen oder geringen Sprach- und Schreibkenntnissen (BEF Alpha) des Kultusministeriums Baden-Württemberg arbeitet die LPW seit 2021 mit der Volkshochschule Badische Bergstraße zusammen. Das Risiko von Altersarmut sei in dieser Zielgruppe besonders hoch. Um den Teilnehmerinnen die bestmöglichen Entwicklungs- und Lernchancen einzuräumen, bietet das Projekt dazu sogar eine eigens dafür eingerichtete Kindertagesbetreuung an, in der qualifizierte Tagesmütter bis zu zehn Kleinkinder versorgen. Im Laufe des Jahres 2022 entstand ein Projekt zur Tagesstruktur. Zielgruppe sind sogenannte entkoppelte Jugendliche: Junge Menschen, die aus allen Bildungs-, Qualifizierungs- und Sozialsystemen herausgefallen sind und durch die intensive Unterstützung behutsam und schrittweise an ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben herangeführt werden. Ein Schlussfazit in der Gemeinderatsvorlage lautet: „Die LPW hat zahlreiche gemeinnützige Projekte umgesetzt und damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwesen geleistet, sondern auch die berufliche und gesellschaftliche Integration seiner Teilnehmenden unterstützt und die Demokratiebildung gestärkt.“

Quelle: Stadt Weinheim

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