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Rückschnitt der Bäume im Grahampark

11. Mai 2019 | Heidelberg, Leitartikel, Natur & Umwelt

Experten pflegen, sichern und erneuern den Heidelberger Baumbestand

 

 

Symbolfoto: Buchner

Der Grahampark im Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim ist mit seinen alten und markanten Bäumen ein beliebter Anlaufpunkt für Jung und Alt. Insgesamt stehen im Grahampark sieben Bäume mit einem Alter von über 70 Jahren. Darunter sind Linden, Rosskastanien, Ginkos und eine Zeder. Durch ihr hohes Alter sind die Bäume zunehmend geschwächt. Außerdem leiden sie unter Sturmschäden. Um zu verhindern, dass Äste abbrechen und um die Sicherheit der Parkbesucherinnen und -besucher zu gewährleisten, muss das Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg die Bäume zurückschneiden. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich am Mittwoch, 8. Mai 2019.

 

„Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger geht vor“

 

„Es ist immer sehr schade, wenn solch alte und große Bäume zurückgeschnitten werden müssen. Wir versuchen, die Vitalität der Bäume so lange wie möglich zu erhalten und für jeden einzelnen von ihnen individuelle Lösungen zu finden. Doch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger geht immer vor“, sagt Dr. Ernst Baader, Leiter des Landschafts- und Forstamtes der Stadt Heidelberg.

 

Der Schutz und die Pflege der Bäume im Stadtgebiet haben in Heidelberg einen hohen Stellenwert. Das Landschafts- und Forstamt arbeitet mit großem Aufwand daran, die Stadtbäume gesund zu erhalten. Zahlreiche negative Faktoren machen diese Aufgabe zur Herausforderung: Die Bäume haben unter anderem mit den Auswirkungen der Klimaveränderung, mit Pflanzenkrankheiten und Schädlingen sowie mit lokalen Veränderungen der Standorte durch den „Faktor Mensch“ zu kämpfen. Insbesondere bei Stadtbäumen haben die Experten alle Hände voll zu tun: Sie pflegen, sichern und erneuern den Heidelberger Bestand. Den rechtlichen Vorgaben entsprechend überprüfen Mitarbeiter des Regiebetriebs Gartenbau des Landschafts- und Forstamtes die Stadtbäume jährlich einmal in belaubtem und in unbelaubtem Zustand. Derzeit sind vier Baumkontrolleure eingesetzt. Mit der Baumpflege beschäftigen sich acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Baumkataster mit mehr als 51.000 Bäumen

 

In Heidelberg gibt es derzeit über 51.000 Stadtbäume, die im Baumkataster verzeichnet sind. Sie gehören zu 85 Baumgattungen und kommen unterschiedlich oft vor. Auf den Plätzen eins bis zehn der am häufigsten vorkommenden Gattungen stehen Ahorn, Kirsche, Hainbuche, Linde, Platane, Fichte, Buche, Eiche, Birke und Apfel. Der Großteil sind einheimische Arten. Zu den Exoten, die in Heidelberg wachsen, zählen unter anderem Tulpenbaum, Hemlocktanne und Ginkgo. Die Stadtbäume in Heidelberg haben ein überdurchschnittlich hohes Alter, da kriegsbedingte Baumverluste hier deutlich seltener vorkamen als in vergleichbaren Städten.

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