Der größte flugfähige Vogel der Welt – ein imposanter Saruskranich zieht in den Zoo Heidelberg ein
Die Saruskraniche sind mit einer Körperhöhe von etwa 1,70 Metern nicht nur die größten aller Kranicharten, sondern auch die größten flugfähigen Vögel weltweit. Die monogamen Tiere verbringen große Teile ihres Lebens in Feuchtgebieten wie Sümpfen und brüten bevorzugt im flachen Wasser. Ihr Lebensraum schrumpft jedoch zunehmend, weshalb die Vögel als gefährdet gelten. Seit kurzem können Besucher im Zoo Heidelberg einen dieser beeindruckenden Vögel bestaunen.
Am Donnerstagnachmittag erwartete das Zoo-Team gespannt die Ankunft von Kurator Joshua Förg und der Auszubildenden Leila Gerhardt, die einen besonderen Neuzugang aus dem Zoo Neuwied nach Heidelberg brachten: einen jungen, männlichen Saruskranich, der dort im vergangenen Jahr geschlüpft war. Das Tier kommt auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), das im Zoo Karlsruhe koordiniert wird, nach Heidelberg. „Perspektivisch wird noch ein weibliches Tier zu uns kommen. So können wir mit einer möglichen Zucht dieser gefährdeten Art zu einem stabilen Bestand in menschlicher Obhut beitragen“, erklärt Förg. Gleichzeitig betont er die Bedeutung des Schutzes und der Wiederherstellung von Feuchtgebieten, die als Lebensraum der Saruskraniche eine zentrale Rolle spielen.
Saruskraniche können eine Flügelspannweite von bis zu 2,80 Metern erreichen. In der Natur erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet von Südostasien bis nach Nordaustralien. In Indien gelten die Tiere als heilig und sind tief in der Kultur und Mythologie des Landes verwurzelt. Auffällig ist die rote Färbung des Gefieders am Kopf und oberen Hals der erwachsenen Vögel. Jungvögel hingegen, wie der neue Bewohner des Zoos Heidelberg, zeigen zunächst eine hellbraune Färbung in diesem Bereich. Besucher können den jungen Saruskranich auf der Anlage am Geysirsee beobachten und verfolgen, wie sich sein Gefieder in den kommenden Monaten verändert.
Der Saruskranich steht stellvertretend für viele Tierarten, die auf feuchte Lebensräume angewiesen sind. Um auf die Bedeutung dieser bedrohten Ökosysteme aufmerksam zu machen, beteiligt sich der Zoo Heidelberg an der internationalen Naturschutzkampagne „Wetlands for Life“ der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA). Ziel der Kampagne ist es, auf die Schutzbedürftigkeit von Mooren, Sümpfen, Auen und Teichen hinzuweisen und das Bewusstsein für den Erhalt dieser Lebensräume zu stärken.
Bildnachweis: Das im Zusammenhang mit dieser Pressemeldung bereitgestellte Bildmaterial ist ausschließlich zur Verwendung im entsprechenden Kontext bestimmt. Jede weitere Nutzung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung der Tiergarten Heidelberg gGmbH.
Foto: Der Kranich ist gut in Heidelberg angekommen. (Foto: Zoo Heidelberg)












