Siedlungs- und Verkehrsfläche nimmt 2018 leicht zu

In Baden-Württemberg erreicht der Anteil an der Landesfläche 14,6 %

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Symbolfoto: Buchner

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche umfasste im Jahr 2018 in Baden-Württemberg insgesamt 521 952 Hektar (ha), dies entspricht einem Anteil von 14,6 % an der gesamten Landesfläche (3,575 Millionen ha). Sie nahm damit nach Feststellung des Statistischen Landesamtes gegenüber dem Vorjahr um 1 651 ha zu, dies entspricht einer Größenordnung von rund 2 360 Fußballfeldern. Nach den Ergebnissen der Flächenerhebung auf der Grundlage von Auswertungen des Amtlichen Liegenschaftskatasters ergibt sich für das Jahr 2018 damit rein rechnerisch ein täglicher »Flächenverbrauch« für Siedlungs- und Verkehrsflächen von 4,5 ha. In einer längerfristigen Betrachtung zeigt sich damit eine abnehmende Tendenz. So lag die tägliche Flächeninanspruchnahme 2008 noch bei rund 8 ha, während der Durchschnittswert über die letzten 5 Jahre rund 5,3 ha beträgt.

Flächenumwidmung wozu?

Der Schwerpunkt der Flächenumwidmung lag vorrangig bei der Siedlung (1 537 ha, +0,5 %) und weniger beim Verkehr (152 ha, +0,1 %). Der größte Zuwachs innerhalb der Siedlung war bei der Wohnbaufläche zu verzeichnen. Sie dehnte sich um 1 300 ha oder 0,8 % aus. Insgesamt entfallen aktuell 198 476 ha oder 38,0 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche auf Verkehr, das heißt Straßenverkehr, Wege, Plätze, den Bahn- und den Flugverkehr. Bei 154 774 ha oder 29,7 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche handelt es sich um Wohnbaufläche, bei weiteren 73 291 ha (14,0 %) um Industrie- und Gewerbefläche. Zu beachten ist hierbei, dass die Siedlungs- und Verkehrsfläche in erheblichem Umfang Grün- und Freiflächen umfasst. »Flächenverbrauch« ist demnach nicht mit »Versiegelung« – also dem teilweisen oder vollständigen Abdichten offener Böden – gleichzusetzen. Nach ergänzenden Schätzungen des Statistischen Landesamtes ist in Baden-Württemberg knapp die Hälfte der Siedlungs- und Verkehrsfläche, etwa 240 358 ha oder 6,7 % der Landesfläche, tatsächlich versiegelt.

Siedlungsaktivitäten prägen verdichtete Gebiete

Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Bodenfläche insgesamt differiert bei regionaler Betrachtung sehr stark. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche erreicht in den Verdichtungsräumen des Landes mit durchschnittlich fast 28 % Flächenanteil erwartungsgemäß deutlich höhere Werte als in den Randzonen (16 %), den Verdichtungsbereichen im Ländlichen Raum (17 %) oder im Ländlichen Raum im engeren Sinne mit 10 %. Somit kommt in den eher ländlich geprägten Landkreisen Freudenstadt, Sigmaringen, Waldshut, Breisgau-Hochschwarzwald, Ravensburg oder Neckar-Odenwald-Kreis die Siedlungs- und Verkehrsfläche auf Anteilswerte innerhalb einer Bandbreite von 9,8 % bis 10,9 %. In den verdichteten Gebieten, wie dem Rhein-Neckar-Kreis, den Landkreisen Esslingen, Ludwigsburg und Böblingen, liegen dagegen deutlich höhere Anteile von 19,9 % bis 24,9 % vor. In den Stadtkreisen nimmt die Siedlungs- und Verkehrsfläche zwischen 30,4 % (Heidelberg) und 58,2 % (Mannheim) der Flächen ein. Eine Sonderstellung unter den Stadtkreisen kommt Baden-Baden (14,8 %) zu.

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