Spende von Linienverkehrsbussen für die ukrainische Partnerstadt Czernowitz

Die Stadt Mannheim spendet ihrer ukrainischen Partnerstadt Czernowitz zwei Linienverkehrsbusse, die am Montag ihren Weg in Richtung Ukraine starteten. Seit Beginn des Krieges leistet die Stadt Mannheim gezielte humanitäre Hilfe zur Unterstützung der Stadt Czernowitz. Mit der Spende der Busse reagiert die Stadt Mannheim auf ein konkretes Hilfsgesuch, den Roman Klichuk, Bürgermeister von Czernowitz, in einem persönlichen Schreiben an Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz richtete. Die westukrainische Stadt ist zu einem zentralen Zufluchtsort für die Aufnahme von Binnenflüchtlingen geworden. Die Stadt mit rund 260.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zählt aktuell rund 60.000 geflüchtete Menschen. Diese Situation stellt die Stadt Czernowitz vor erhebliche infrastrukturelle Herausforderungen, insbesondere auch im lokalen Nahverkehr. Bedingt durch die hohe Zahl an Geflüchteten in der Stadt und den damit gestiegenen Fahrgastzahlen sind die Verkehrsbetriebe derzeit völlig überlastet.

Busspende fuer Czernowitz mit OB Dr. Peter Kurz und Stefanie Miller
Foto Thomas Troester

Finanziert wurden die Busse durch die vom Mannheimer Gemeinderat als Reaktion auf den Krieg gegen die Ukraine einstimmig beschlossene finanzielle Direkthilfe in Höhe von 1 Million Euro. Mit diesem Sonderbudget leistet die Stadt Mannheim zielgerichtete humanitäre Hilfe für die vom Krieg und der damit ausgelösten Fluchtbewegungen betroffenen Partnerstädte entlang der konkreten Bedarfe vor Ort. Neben der Unterstützung von Czernowitz sind dazu Hilfsleistungen für die Partnerstädte Chişinău (Republik Moldau) und Bydgoszcz (Polen) aktuell in Vorbereitung.

Die zwei Busse werden bis an die rumänisch-ukrainische Grenze in Siret gebracht. Dort werden die Fahrzeuge von Mitarbeitenden der kommunalen Verkehrsbetriebe Czernowitz in Empfang genommen und in die 40 Kilometer entfernte Partnerstadt Mannheims überführt. Die Busse werden anschließend in den Fuhrpark der kommunalen Verkehrsbetriebe aufgenommen und im lokalen Nahverkehr in Czernowitz eingesetzt. Organisiert wurde die humanitäre Hilfe vom städtischen Fachbereich Internationales, Europa und Protokoll.

„Wir nutzen die engen partnerschaftlichen Verbindungen um akut humanitäre Hilfe für Czernowitz zu leisten. Die gespendeten Busse sind ein wichtiger Beitrag, um die kommunale Infrastruktur in dieser schweren Situation mit Zehntausenden von Geflüchteten vor Ort zu sichern. Die Stadt Mannheim wird aber auch zukünftig an der Seite ihrer Partner in der Ukraine stehen, um den schnellen Wiederaufbau des Landes zu unterstützen“, betont Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz vor Abfahrt der Busse.

Quelle: Stadt Mannheim

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