Sternsinger waren drei Tage unterwegs
Drei Tage lang waren die Sternsinger im Stadtbezirk Neuhermsheim/Neuostheim unterwegs – mit Kronen, Weihrauch, Stern und einer wichtigen Botschaft im Gepäck. Ihr Engagement wurde belohnt: Über 6.500 Euro kamen für Kinderhilfsprojekte zusammen. Mit ihrem Besuch brachten die Kinder den Segen Gottes in zahlreiche Häuser, sichtbar gemacht durch den Schriftzug „Christus mansionem benedicat – C+M+B“, der nun viele Türen schmückt.
Insgesamt waren 29 Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren unterwegs. Während einige ihre erste Sternsinger-Erfahrung sammelten, waren andere bereits routinierte Teilnehmer, manche nahmen sogar sogar zum siebten Mal daran teil. Die Organisation im Stadtbezirk übernahm Markus Rütz.
Gründliche Vorbereitung auf den Einsatz
Neben dem Segensauftrag stand auch das Engagement für Kinderrechte im Mittelpunkt. Schon im November 2025 bereiteten sich die Sternsinger beim Mottotag intensiv auf ihre Aufgabe vor und lernten mehr über die Lebensrealitäten von Kindern im Globalen Süden.
Die Aktion Sternsingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ und richtet sich besonders gegen Kinderarbeit. Die gesammelten Spenden fließen in Projekte, die Kindern den Schulbesuch ermöglichen und ihre Lebensbedingungen nachhaltig verbessern.
Bangladesch im Fokus
Ein besonderer Blick gilt in diesem Jahr Bangladesch. Dort müssen trotz Fortschritten noch rund 1,8 Millionen Kinder arbeiten, viele unter gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Die Partnerorganisationen der Sternsinger setzen genau hier an: Sie befreien Kinder aus Arbeitsverhältnissen und eröffnen ihnen neue Zukunftsperspektiven durch Bildung.
Die Abdur Rashid Khan Thakur Foundation (ARKTF) engagiert sich im westbangladeschischen Jessore für arbeitende Kinder und Jugendliche. Neben der Rückführung in Schule oder Ausbildung sensibilisiert das Team Familien, Arbeitgeber und Behörden für die Rechte von Kindern. Auch die Caritas Bangladesch unterstützt Kinder aus armen und benachteiligten indigenen Gruppen im Norden des Landes.
Gemeinschaft und Abschluss
Lieder und Texte wurden vorab in kleinen Gruppen eingeübt. Für viele Kinder ist das Sternsingen nicht nur ein Einsatz für andere, sondern auch ein besonderes Gemeinschaftserlebnis. Den Höhepunkt bildete der Abschlussgottesdienst am Dreikönigstag im evangelischen Gemeindezentrum der Thomasgemeinde in Neuhermsheim unter der Leitung von Annette Hübner. Dort wurde auch das Spendenergebnis verkündet.
Bernhard Hübner, Gemeindeteamsprecher von St. Pius, würdigte das Engagement aller Beteiligten: „Mit ihrem Einsatz zeigen die Kinder, dass Solidarität keine Frage des Alters ist. Das ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend.“ Zugleich dankte er der Bevölkerung für die große Spendenbereitschaft: „Die Hilfe wird durch die Unterstützung aller erst möglich.“
Bildunterschrift: Die Sternsingergruppe 2026 aus Neuhermsheim und Neuostheim
Bild: Aljoscha Kertesz












