Im Stadtteil Schönau in Mannheim ist am Montagmittag ein Streit zwischen mehreren Männern eskaliert. Gegen 12:40 Uhr gerieten vier Männer im Alter zwischen 24 und 48 Jahren im Bereich der Straßenbahnendhaltestelle Schönau in der Lilienthalstraße aus bislang ungeklärten Gründen aneinander. Die zunächst verbale Auseinandersetzung entwickelte sich im weiteren Verlauf zu Handgreiflichkeiten. Dabei wurde ein 33-jähriger Mann durch einen Schuss aus einer Schreckschusswaffe an der Schläfe verletzt. Zudem soll eine weitere beteiligte Person mit einem Messer gedroht haben.
Eine Zeugin wurde durch den Schuss auf das Geschehen aufmerksam und alarmierte umgehend die Polizei. Sie konnte beobachten, wie sich ein weißes Fahrzeug unmittelbar nach dem Vorfall vom Tatort entfernte. Beim Eintreffen mehrerer Polizeistreifen hatten sich die Beteiligten bereits entfernt. Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten jedoch alle mutmaßlich beteiligten Personen festgestellt und vorläufig festgenommen werden.
Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle entdeckte eine Streife das von der Zeugin beschriebene weiße Fahrzeug und stoppte es. Am Steuer saß der 33-Jährige, der zuvor durch den Schuss verletzt worden war. Die Einsatzkräfte stellten bei ihm deutliche Anzeichen eines Drogenkonsums fest, einen freiwilligen Drogentest lehnte er jedoch ab. Im weiteren Verlauf beleidigte und bedrohte der Mann die Polizeibeamten und spuckte einem Beamten blutigen Speichel ins Gesicht.
Der 33-Jährige wurde zur medizinischen Versorgung unter Polizeibegleitung in ein Krankenhaus gebracht, wo ihm nach der Behandlung eine Blutprobe entnommen wurde. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam er wieder auf freien Fuß. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Verkehrsteilnahme unter Drogeneinfluss, Widerstands und tätlichen Angriffs gegen Polizeibeamte, Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung ermittelt. Zudem droht ihm der Entzug der Fahrerlaubnis. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiposten Mannheim-Schönau.












