Südwestindustrie im Dezember 2018: Personalaufbau hält an – Beschäftigtenplus von 32 900 Personen zum Vorjahr

Jahresbilanz 2018: Niveau der Industriebeschäftigung liegt erstmals wieder über Höchststand aus dem Jahr 2001 – Nominaler Umsatz auf Rekordniveau

Der Personalaufbau in der Südwestindustrie zeigt sich trotz der deutlichen konjunkturellen Eintrübung bisher in robuster Verfassung. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe1 in Baden-Württemberg im Dezember 2018 fast 1,193 Millionen Personen und damit 32 900 Beschäftigte mehr als im Dezember des Vorjahres (2,8 %). Dies ist zugleich der höchste Dezember-Beschäftigtenstand seit der Jahrtausendwende. Gegenüber dem Vormonat November ging die Zahl der Industriebeschäftigten zurück (−4 200 Personen bzw. −0,4 %). Insgesamt waren in 2018 durchschnittlich 1,183 Mill. Personen in der Südwestindustrie tätig und damit 35 100 Personen (3,1 %) mehr als im Jahr zuvor. Die Südwestindustrie verzeichnete damit bereits das achte Jahr in Folge einen Personalaufbau. Sowohl dem Umfang als auch dem Tempo nach gab es in 2018 den kräftigsten Personalaufbau seit der letzten Weltwirtschafts- und Finanzkrise. Die Zahl der Industriebeschäftigten überschritt zudem in 2018 nach über eineinhalb Jahrzehnten erstmals wieder das Niveau des vergangenen Beschäftigtenhöchststandes aus dem Jahr 2001.

Im Dezember 2018 erzielte die Südwestindustrie einen Umsatz von nominal 27,1 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet dies ein Umsatzminus von 1,6 Mrd. Euro (−5,7 %). Insgesamt erzielten die Industriebetriebe im Jahr 2018 mit nominal 351,5 Mrd. Euro einen neuen Umsatzhöchststand. Die Erlöse fielen um 8,4 Mrd. Euro (2,5 %) höher aus als im Jahr zuvor. Zur positiven Bilanz trug das Inlandsgeschäft etwas stärker bei als die Auslandskunden. Der Inlandsumsatz stieg um 4,3 Mrd. Euro (2,9 %) auf 151,8 Mrd. Euro. Mit den Auslandskunden gab es ein Umsatzplus von 4,1 Mrd. Euro (2,1 %). Das Auslandsgeschäft brachte einen Umsatz von 199,6 Mrd. Euro auf die Konten der heimischen Industriebetriebe. Sowohl der Inlands- als auch Auslandsumsatz erreichten 2018 jeweils neue nominale Rekordstände.

Die Exportquote der Südwestindustrie lag im Jahr 2018 (56,8 %) knapp unter dem Vorjahresergebnis (57,0 %).

1Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch verarbeitende Handwerksunternehmen ab 50 Beschäftigte.

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