„Tag des offenen Denkmals“ ab jetzt auch in Weinheim online – Video-Clips zu wichtigen Denkmälern

Denkmäler kommen diesmal nach Hause

©Sven Sasse-Rösch

Weinheim. Bequemer geht es eigentlich nicht: Zuhause auf dem Sofa sitzen oder am Computer, eine Tasse Kaffee neben sich oder ein Weinchen – und sich nebenher am Bildschirm über die Weinheimer Denkmäler informieren lassen, über ihre Geschichte und ihre Besonderheiten. Möglich ist das, weil die Stadt – wie andere Kommunen im Land – dieses Jahr ihren „Tag des offenen Denkmals“ online virtuell anbietet.

Der „Denkmalstag“ hat in Weinheim, wo es Denkmäler gibt wie Perlen an der Kette, eine große Tradition und traditionell einen großen Zulauf. Oft standen die interessierten Menschen vor den geöffneten Denkmälern sogar Schlange. Früh im Jahr war klar, dass dieser Andrang dieses Jahr aus Coronaschutzgründen kritisch würde. Deshalb hat sich die Untere Denkmalschutzbehörde im Weinheimer Baurechtsamt entschieden, einem Aufruf der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu folgen und eine Online-Version des Denkmalstages anzubieten. Das diesjährige Motto lautet „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken. „Ein virtueller Aktionstag, so Kathrin Feißt von der Unteren Denkmalschutzbehörde, „ist ganz im Sinne des Mottos und bietet dennoch viele Möglichkeiten.“

Herausgekommen ist eine virtuelle Reise, die von der Stadt auf ihrer Internetseite angeboten wird. Die städtische Pressestelle hat kurze Video-Clips mit Erklärtexten und Hintergrundinformationen produziert, die auf Youtube hochgeladen sind und auf einer Internetseite mit kurzen Texten übersichtlich zusammengefasst sind. Dadurch ist ganz bequem ein virtueller Stadtrundang möglich. Dargestellt sind der Rote Turm –
der aus dem 14. Jahrhundert stammende Turm war Teil der Stadtbefestigung und diente bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts als Gefängnisturm.

Das Schloss, heute Rathaus und Sitz der Stadtverwaltung, das sich aus Bauteilen verschiedener Epochen zusammensetzt. Im Videofilm geht der Sprecher auch auf die Familiengeschichten der früher dort lebenden Personen ein.

Erstmals dabei ist auch das ehemalige Notariat in der Grabengasse. Das zweigeschossige Verwaltungsgebäude mit Verblendklinkern verkleidet und mit reicher Sandsteingliederung, Balkon auf Säulen, Giebel und Walmdach ausgestattet, wurde 1892 in Neurenaissanceformen errichtet. Heute, denkmalgerecht saniert, wird es als Wohn- und Bürogebäude genutzt. Der Film zeigt spannende Interieur-Eindrücke.
Die Friedrichschule wird auch als Spiegelbild der Weinheimer Bevölkerungsentwicklung geschildert, denn sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut, nachdem die Weinheimer Bevölkerung innerhalb kurzer Zeit von 8000 auf 15 000 Besucher angewachsen war. Das drei- bis viergeschossige Schulgebäude, ein Werkstein-Putzbau (Erdgeschoss Rustika, gegliedert durch Pilaster, Korbbogenportale mit Figurenschmuck, Seitenrisalite, Walmdach, Dachreiter) wurde im neubarocken Stil erbaut. 
Der Alte Friedhof  oberhalb der Peterskirche  ist ebenfalls ein virtuelles Ziel. In den letzten Jahren hat es sich die Bürgerstiftung Weinheim zusammen mit der Stadt Weinheim zur Aufgabe gemacht, Ideen zu sammeln, um den Park für die Bürger und Besucher Weinheims wieder attraktiver zu machen. Die Bürgerstiftung Weinheim hat ein eigenes Video als digitale Führung über den Alten Friedhof gedreht.

Die Videos des virtuellen Denkmalschutztages stehen ab sofort und in den nächsten Wochen auf www.weinheim.de zur Verfügung. Für tiefer gehende Informationen sind  außerdem Datenblätter hinterlegt.

 

 

 

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