Nach einem Schusswaffenangriff in der Mannheimer Innenstadt sitzt ein 58-jähriger Mann in Untersuchungshaft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim hat das Amtsgericht Haftbefehl gegen den türkischen Staatsbürger wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erlassen. Die Tat ereignete sich am Dienstag, 14. Januar 2026, in einem Café im Quadrat H 3. Der Tatverdächtige steht im Verdacht, gezielt auf einen 47-jährigen Mann geschossen zu haben.
Nach bisherigen Ermittlungen betrat der Mann gegen 16.15 Uhr das Café und gab ohne Vorwarnung mehrere Schüsse aus einer scharfen Pistole auf den an einem Tisch sitzenden Gast ab. Einer der Schüsse traf den 47-Jährigen am Oberschenkel, weitere Projektile verfehlten ihn. Anschließend verließ der Tatverdächtige das Lokal offenbar in der Annahme, sein Opfer tödlich verletzt zu haben. Der Verletzte wurde medizinisch versorgt, Lebensgefahr bestand nach Angaben der Ermittler jedoch nicht.
Unmittelbar nach der Tat leitete die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Mannheim-Oststadt konnte den 58-Jährigen im Nahbereich des Tatorts vorläufig festnehmen. Dabei soll er auch im Besitz der mutmaßlichen Tatwaffe gewesen sein. Die Hintergründe und das Motiv der Tat sind derzeit noch unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen. Am Mittwoch, 15. Januar 2026, wurde der Tatverdächtige einem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt. Dieser erließ den beantragten Haftbefehl, der anschließend in Vollzug gesetzt wurde. Der Mann wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Mannheim und Kriminalpolizei dauern an.












