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Tuberkulose im Blick

23. März 2026 | Das Neueste, Gesundheit, Mannheim

Tuberkulose im Blick: Gesundheitsamt informiert zum Welttuberkulosetag

Jedes Jahr am 24. März wird der Welttuberkulosetag begangen. Er erinnert an das Jahr 1882, in dem Robert Koch den Tuberkulose-Erreger entdeckte. Trotz jahrzehntelanger Bemühungen im öffentlichen Gesundheitswesen bleibt Tuberkulose (TB) weltweit eine große Herausforderung. Laut dem Global Tuberculosis Report der Weltgesundheitsorganisation erkrankten 2024 etwa 10,7 Millionen Menschen an TB, und rund 1,23 Millionen Menschen starben daran. Besonders betroffen sind Länder mit unzureichender medizinischer Versorgung, in denen Diagnostik und Therapie oft mangelhaft sind.

Auch in Deutschland ist Tuberkulose weiterhin relevant. In Mannheim wurden in den vergangenen fünf Jahren jährlich Tuberkulose-Neuerkrankungen im zweistelligen Bereich gemeldet. Die allgemeine Tendenz ist jedoch rückläufig.

Tuberkulose wird durch das Bakterium Mycobacterium tuberculosis verursacht, das vor allem die Lunge befällt. Die Ansteckung erfolgt über die Luft, etwa beim Husten oder Niesen eines ansteckungsfähigen Patienten. Ein enger, längerer Kontakt kann zu einer Infektion führen. Typische Symptome sind lang anhaltender Husten, Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsverlust.

Das Gesundheitsamt ermittelt nach Meldung einer Erkrankung die Infektionsquelle und überprüft, ob weitere Personen im Umfeld des Patienten betroffen sind. Erkrankte werden während der mindestens sechsmonatigen Behandlung begleitet, und Kontaktpersonen werden getestet sowie gegebenenfalls vorbeugend behandelt.

Ein besonderes Problem stellt international die Zunahme medikamentenresistenter Tuberkulose-Erreger dar. Um das Ziel der Tuberkulose-Eliminierung bis 2035 zu erreichen, müssen die Anstrengungen auch in Deutschland intensiviert werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung wirksamer Impfstoffe. Die seit über 100 Jahren eingesetzte BCG-Impfung schützt zwar vor schweren Formen der Erkrankung im Kindesalter, verhindert jedoch keine Lungentuberkulose bei Erwachsenen.

Parallel dazu gibt es Fortschritte in Diagnostik und Therapie. Neue Medikamentenkombinationen sollen eine schnellere und effektivere Behandlung ermöglichen. Diese Entwicklungen bieten Hoffnung im globalen Kampf gegen eine Krankheit, die seit Jahrhunderten die Menschheit begleitet.

Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.mannheim.de/infektionsschutz.

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