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Umweltdaten im Vergleich

18. Juni 2019 | Gesellschaft, Leitartikel, Natur & Umwelt, Politik, Wirtschaft

Länderinformation Österreich und Baden-Württemberg

Das Klimaschutzgesetz Baden-Württembergs sieht eine Reduktion der Treibhausgas (THG)-Emissionen um mindestens 25 % bis 2020 und um 90 % bis 2050 bezogen auf 1990 vor. Auch das in Österreich im Jahr 2011 beschlossene und zuletzt 2017 geänderte  Klimaschutzgesetz setzt Emissionshöchstmengen fest1.

Treibhausgase: Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes lagen die Treibhausgas-Emissionen (Kohlendioxid, Methan und Lachgas) in Baden-Württemberg im Jahr 2017 bei rund 78,7 Millionen (Mill). Tonnen (t) und damit etwa auf Vorjahresniveau. Bis jetzt konnten in Baden-Württemberg gegenüber 1990 10,4 Mill. t CO2-Äquivalente (− 11,6 %) reduziert werden. Der Großteil dieser Treibhausgas-Emissionen 2017 stammte aus dem Verkehrsbereich (30 %), gefolgt vom Umwandlungssektor mit ca. 29 % (Erzeugung von Strom und Wärme) und dem Sektor »Haushalte und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und übrige Verbraucher (GHD)2« mit 22 %. Der Verkehrssektor ist der einzige Sektor in Baden-Württemberg, in dem die Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 nicht reduziert werden konnten.

Pro-Kopf-Emissionen: Die Pro-Kopf-Emissionen an Treibhausgasen in Baden-Württemberg lagen 2017 mit 7,1 t CO2-Äquivalenten je Einwohner deutlich unter dem Pro-Kopf-Wert von 9,1 in Österreich. Auch bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lagen die Emissionen in Baden-Württemberg mit 159 t CO2-Äquivalenten pro Mill. Euro um fast ein Viertel niedriger als in Österreich (208 t CO2-Äquivalente pro Mill. EUR). Im Gegensatz zu Baden-Württemberg lagen die THG-Emissionen3 2017 in Österreich mit ca. 3 Mill. t (+ 4 %) über dem Referenzjahr 1990. Der Treibhausgasausstoß in den Sektoren Verkehr, Industrie und Energie konnte gegenüber 1990 nicht gemindert werden. Die verkehrsbedingten Emissionen in Österreich sind im Vergleich zu 1990 sogar um fast 72 % gestiegen. Dagegen war ein starker Rückgang der Treibhausgase im Sektor »Haushalte und GHD« (− 35 %) zu verzeichnen.

Verbrauch regenerativer Energiequellen: Der Primärenergieverbrauch aus regenerativen Energiequellen stieg in Baden-Württemberg im Jahr 2017 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes gegenüber dem Vorjahr um gut 1 %. Damit lag ihr Anteil am Primärenergieverbrauch mit 13 % so hoch wie noch nie. In den letzten 10 Jahren nahm die Nutzung erneuerbarer Energien im Land, mit kleineren Schwankungen, kontinuierlich zu (2007: knapp 9 %). Deutlich über dem Niveau Baden-Württembergs liegt der Anteil erneuerbarer Energien in Österreich. Nach Angaben von Statistik Austria erreichten die Erneuerbaren in Österreich einen Anteil von fast 29 % am Primärenergieverbrauch. Gegenüber 2007 bedeutet dies ein Plus von gut 5 Prozentpunkten.

Biomasse: Über zwei Drittel des Primärenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energieträgern wurden in Baden-Württemberg 2017 durch Biomasse gedeckt (68 %). Allein aus festen und flüssigen biogenen Stoffen wie Holz oder Pflanzenölen waren es rund 48 %. Auf die Solarenergie entfielen rund 13 % und auf die Wasserkraft nahezu 9 %. Die Windkraft lag bei knapp 4 %. Auch in Österreich kam die Biomasse an erster Stelle im erneuerbaren Primärenergieträgermix (55 %). Der Anteil der Wasserkraft war in Österreich mit einem Drittel (33 %) deutlich höher als in Baden-Württemberg. Rund 6 % des Primärenergieverbrauchs aus regenerativen Energien erreichte die Windkraft. Die Solarenergie kam auf knapp 3 %. Der Primärenergieverbrauch insgesamt lag in Baden-Württemberg mit 1 423 Petajoule (PJ) und Österreich mit 1 442 PJ im Jahr 2017 auf einem ähnlichen Niveau. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Primärenergie lag in Baden-Württemberg mit 130 Gigajoule (GJ) pro Einwohner jedoch deutlich geringer als in Österreich (164 GJ).

1Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.

2Emissionen aus Heizungsanlagen in Gebäuden zur Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser (ohne Strom und Fernwärme).

3Ohne F-Gase.

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