Ursula Lehmann mit Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt

Wissenschafts- und Kunstministerin Theresia Bauer: „Herausragendes Engagement für die Gästeführerinnen und Gästeführer in Deutschland sowie für einen nachhaltigen Tourismus in Heidelberg und in der Region.“

Wissenschafts- und Kunstministerin Theresia Bauer hat Ursula Lehmann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Die Ministerin würdigte damit Lehmanns außerordentliches Engagement für einen hochwertigen und umweltfreundlichen Tourismus sowie ihren unermüdlichen Einsatz für die Belange der Gästeführerinnen und Gästeführer.

Wissenschafts- und Kunstministerin Theresia Bauer hat Ursula Lehmann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Die Ministerin würdigte damit Lehmanns außerordentliches Engagement für einen hochwertigen und umweltfreundlichen Tourismus sowie ihren unermüdlichen Einsatz für die Belange der Gästeführerinnen und Gästeführer.

 

„Ursula Lehmann ist eine herausragende Persönlichkeit, deren gesellschaftliches Engagement für den Tourismus weit über das übliche Maß hinausgeht. Als Gästeführerin hat sie sich außerordentlich für die nachhaltige und qualitative Aufwertung des Tourismus in Heidelberg und der Region eingesetzt“, sagte Bauer am Mittwoch (4. September) in Stuttgart. „Ihr großer Verdienst ist es, dass Frau Lehmann die vielerorts tätigen Gästeführerinnen und Gästeführer zusammengeführt und das Profil des Berufsbildes maßgeblich geprägt hat. Ihrer Tatkraft ist es wesentlich zu verdanken, dass die Gästeführerinnen und Gästeführer heute als wichtige Botschafterinnen und Botschafter wahrgenommen werden“, so Bauer weiter.

 

Weitere Informationen

Ursula Lehmann wurde 1937 in Karlsruhe geboren und lebt seit 1983 in Heidelberg. Zuvor verbrachte sie als Ehefrau eines Wasserbauingenieurs viele Jahre im Ausland, vor allem in Südamerika, aber auch im Jemen. Als Lehrerin arbeitete sie an deutschen Schulen im Ausland.

 

Nachdem sie 1993 den Verein Heidelberg Gästeführer e.V. mitgegründet hatte, gestaltete sie dessen Arbeit als langjährige Vorsitzende und tatkräftige Ideengeberin. Darüber hinaus war Frau Lehmann im November 1994 maßgeblich an der Gründung des Bundesverbandes der Gästeführer Deutschland (BVGD) beteiligt, zu dessen Vorsitzenden sie in der ersten Wahlversammlung im März 1995 gewählt wurde. Frau Lehmann stand dem BVGD bis 2001 vor und engagierte sich danach noch weitere zwei Jahre in der Vorstandsarbeit. Als wesentliche Entwicklung verantwortete sie in dieser Zeit die Gestaltung eines deutschlandweiten Ausbildungssystems für Gästeführerinnen und Gästeführer, mit dem Qualitätsstandards geschaffen und das Berufsbild weiter gefestigt wurde. Inzwischen vertritt der BVDG mehr als 220 Städte und Regionen und somit die Interessen von ca. 6.600 Gästeführerinnen und Gästeführern.

 

Nicht nur auf nationaler und regionaler Ebene, sondern auch international setzte sich Frau Lehmann stark für die Belange der Gästeführerinnen und Gästeführer ein. So war sie von November 2000 bis Dezember 2005 Vorstandsmitglied der Europäischen Gästeführervereinigung European Federation of Tourist Guide Association (FEG). Hier engagierte sie sich als Schatzmeisterin und Delegierte bei Konferenzen auf EU-Ebene.

 

In Heidelberg wirkte Ursula Lehmann aktiv an der Erarbeitung des Tourismusleitbilds mit, das zum ersten Mal ausführlich die ökonomischen, ökologischen und sozialen Komponenten des Tourismus und deren Auswirkungen darlegte und entsprechende Handlungsschritte erarbeitete. Auch in Fragen des nachhaltigen Tourismus wirkte Ursula Lehmann mit; z.B. war Frau Lehmann Mitinitiatorin der Altstadtrundgänge zu Fuß als Ergänzung zu den Stadtrundfahrten mit dem Bus. So konnte der Busverkehr zum Schloss erheblich reduziert werden. Dank der von ihr initiierten Themenführungen werden auch Führungen zu verschiedenen Orten in Heidelberg organisiert, was zu einer ausgewogeneren Verteilung der Besuchergruppen in der Altstadt führte.

 

1996 zum Jubiläum der Stadt legte Ursula Lehmann mit Kolleginnen den Grundstein für die ersten Führungen zu bestimmten Themen, mit dem Ziel das Angebot abwechslungsreicher und vielfältiger zu gestalten. Auch diese Führungen sind bis heute aus dem Angebot der Gästeführerinnen und Gästeführer nicht mehr wegzudenken. Dazu wirkte sie in einem ganz besonders sensiblen Bereich der Vermittlung von Stadtgeschichte kreativ und nachhaltig mit, indem sie die Themenführung „Jüdisches Leben in Heidelberg“ ausarbeitete, die immer noch auf lebhaftes Interesse stößt.

 

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