„Vergessene Welten und blinde Flecken“

Ausstellung über die mediale Vernachlässigung des Globalen Südens

Nur selten schaffen es Länder in Lateinamerika, Subsahara-Afrika oder Südasien in die Topnachrichten des Tages. Staaten im globalen Süden, insbesondere in Afrika, werden in den Nachrichten häufig nur berücksichtigt, wenn sie von Terroranschlägen, Kriegen gewaltsamen Regierungswechseln oder außergewöhnlichen und plötzlich auftretenden Naturkatastrophen (z.B. Erdbeben) betroffen sind.

Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Ladislaus Ludescher (Universität Frankfurt a. M. und Universität Mannheim) in einer Langzeitstudie. Ludescher hat dazu über 5.100 Sendungen der Tagesschau aus den Jahren 1996 und 2007 bis 2019 ausgewertet. Der Ausgangspunkt seiner Analyse war die Frage, wie realistisch deutsche und ausländische Medien die Welt abbilden.

Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung werden auf zwölf Ausstellungstafeln in der Ausstellung „Vergessene Welten und blinde Flecken“ in der Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Mannheim präsentiert.

Die Ausstellung wird am Dienstag, 5. Oktober, 16 Uhr, in der Zentralbibliothek im Stadthaus N1, 2. OG, mit einer Kurzeinführung von Dr. Ladislaus Ludescher eröffnet.

Die Ausstellungstafeln können vom 5. bis 16. Oktober in den Räumen der Zentralbibliothek im 2. OG des Stadthauses N1 zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden (dienstags bis freitags jeweils 10 bis 19 Uhr, samstags 10 bis 15 Uhr).

Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Stadtbibliothek präsentiert während der Ausstellungsdauer Medien zum Thema.

Digitale Begleitveranstaltung
Begleitend zur Ausstellung findet am Freitag, 8. Oktober, 19 Uhr, eine digitale Veranstaltung statt zur Frage „Wie beeinflusst die Medienberichterstattung unsere Wahrnehmung des Globalen Südens?“

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung unter [email protected] ist erforderlich. Teilnehmende erhalten die Zugangsdaten nach Anmeldung.

Workshop „Kritische Bildsprache“
Ergänzend geht Nicole Amoussou, Fachpromotorin für migrantische Partizipation und Postkolonialismus (Eine-Welt-Forum Mannheim e.V.) in dem Workshop „Kritische Bildsprache“ am Mittwoch, 13. Oktober, 17.30 bis 19 Uhr, im Dalberghaus (N 3, 4), folgenden Fragen nach: Wie wurden Bilder zur Legitimation kolonialer Herrschaft und zur Verbreitung kolonialer Denkmuster verwendet? Welche Darstellungen wurden im Zuge dessen hervorgebracht und welche Spuren haben koloniale Darstellungsweisen in unserem kollektiven Bewusstsein hinterlassen?

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung per E-Mail unter [email protected] ist erforderlich.

Alle Veranstaltungen finden unter Beachtung der Maßnahmen zum Infektionsschutz gemäß gültiger Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg statt.

Weitere Information finden sich auf der Homepage Stadtbibliothek Mannheim unter der Rubrik „Veranstaltungen“.

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