Verleihung des 41. Landespreises für Heimatforschung an sechs Autorinnen und Autoren

Kunstministerin Petra Olschowski: „Ehrenamtliche leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu unserer kulturellen Identität“

Auszeichnungen gehen nach Eppingen, Fellbach, Hemsbach, Bretten, Mühlacker und Stegen

Der Landespreis für Heimatforschung geht in diesem Jahr an sechs Autorinnen und Autoren bzw. Autorenteams aus Eppingen, Fellbach, Hemsbach, Bretten, Mühlacker und Stegen. Sie werden am Donnerstag (17. November) in Offenburg geehrt. Der Landespreis ist mit insgesamt 17.500 Euro dotiert und belohnt seit mehr als 40 Jahren ehrenamtliches Engagement mit lokalgeschichtlichen Fragestellungen.

Kunstministerin Petra Olschowski sagte anlässlich der Verleihung: „Ich freue mich besonders, dass wir auch wieder Schülerinnen und Schüler ehren, die sich intensiv mit den vielfältigen Aspekten ihrer Heimat beschäftigen. Sie wachsen in einer Welt auf mit globaler Vernetzung und gestiegener Mobilität. Da ist es umso wichtiger, dass wir uns mit dem eigenen Lebensumfeld, mit Traditionen und unserer Geschichte vor Ort auseinandersetzen. Die mit dem Landespreis für Heimatforschung ausgezeichneten Arbeiten leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Identität Baden-Württembergs.“

Überreicht wurde der Landespreis für Heimatforschung 2022 von Regierungsvizepräsident Klemens Ficht. „Die Kenntnis und das Verstehen der eigenen Heimat sind wichtig für unsere kulturelle Identität. Die Heimatforschung trägt dazu bei, die Vielfalt örtlicher und regionaler Traditionen Baden-Württembergs bewusst zu machen. Sie kann zu einem tieferen Verständnis von Heimat führen und dazu beitragen, die Heimat anderer in Toleranz zu achten“, betonte Regierungsvizepräsident Klemens Ficht.

Heimatforschung erstreckt sich auf ein breites Themenspektrum, das von der Orts-, Siedlungs- und Naturgeschichte über Themen zur Migration bis hin zu lokalen Traditionen und Lebensläufen herausragender Persönlichkeiten reicht. Aus 84 eingereichten Bewerbungen wurden die ausgezeichneten Arbeiten ausgewählt. Der unabhängigen Jury gehörten Vertreterinnen und Vertreter des Landesausschusses Heimatpflege sowie Persönlichkeiten aus der Forschung und dem Schulbereich an. Neben den mit einem Preisgeld von insgesamt 17.500 Euro dotierten Auszeichnungen wurden auch acht Arbeiten mit Anerkennungsurkunden für das geleistete Engagement gewürdigt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2022

Erster Preis – dotiert mit 5.000 Euro:

· Susanne Kaiser-Asoronye und Uwe Kaiser, Hemsbach

Fachwerk lesen lernen

Filmportrait: https://youtu.be/YASf4NxGK9U

Zweite Preise – dotiert mit jeweils 2.500 Euro:

· Florian Henning Setzen, Fellbach

Das Stammbüchlein der Grafen und Herren von Rechberg des Vogts der Herrschaft Waldstetten Johann Frey aus Schwäbisch Gmünd von 1643

Filmportrait: https://youtu.be/jGl6YdjL0RQ

· Maik Ajhinberger, Theresa Farr, Matthias Goll,

Linda Obhof, Christopher Retsch, Kai-Michael Trautz,

Florian Wirth und Franziska Wolff, Bretten

Um 1504. Die Kleidung. Grundausstattung

Filmportrait: https://youtu.be/zN6FKSP1EW0

Preis „Heimatforschung Digital“ – dotiert mit 2.500 Euro

· Günter Bächle, Mühlacker

Serie im Blog: Lienzinger Geschichte(n)

Filmportrait: https://youtu.be/RUmK8WtEJxI

Jugendförderpreis – dotiert mit 2.500 Euro:

· SchülerInnen der AG Schulgeschichte des Hartmanni-Gymnasiums, Eppingen

600 Jahre Lateinschule und Gymnasium Eppingen (1421-2021)

Filmportrait: https://youtu.be/UQTaGnsWVrI

Schülerpreis – dotiert mit 2.500 Euro:

· Edith Eicker, Pauline Hirt, Filippa Kuhnert, Nick Schwarz und Nils Urlaub von der Geschichts-AG des Kollegs St. Sebastian in Stegen

Vom Feind zum Freund: Die Zeit der französischen Besatzung in Kirchzarten

Filmportrait: https://youtu.be/SZyHThMJ5AM

In Anerkennung der Leistungen wurden Werke mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet und dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg übergeben:

· Holger Wahl, Weinsberg

Weinsberg während des Ersten Weltkriegs. Die Kriegsjahre 1914-18 und die kleine Stadt an der Weibertreu und

Als der Krieg nach Weinsberg kam. Von der Neckarfront bis zur Zerstörung des kleinen Städtchens an der Weibertreu am 12. April 1945

· Dr. Achim Frick, Aalen

Von elenden Drahtstiften und geschmiedeten Nägeln – Zum Handwerk der Nagelschmiede in Langenburg und der Hohenlohe

· Rudolf Stör und die Arbeitsgruppe Erinnerungskultur, Bodnegg

Bodnegg in der Nazizeit. Geschichte und Geschichten

· Dr. Wolfhart-Dietrich Schmidt, Reutlingen

Die Herren von Bernhausen. Eine Adelsfamilie im deutschen Südwesten und der Schweiz 1089 bis 1839

Der Landespreis für Heimatforschung Baden-Württemberg

Die Auszeichnung wird seit 1982 vergeben. Zunächst von den Volks- und Raiffeisenbanken Baden-Württemberg getragen, wird der Preis seit dem Jahr 2000 vom Land Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Landesausschuss Heimatpflege Baden-Württemberg gestiftet. Der Landespreis für Heimatforschung wird in den Kategorien erster Preis, zweiter Preis, Preis „Heimatforschung digital“ (2021 erstmalig), Jugendförderpreis und Schülerpreis verliehen. Ausgezeichnet werden beispielhafte Leistungen der ehrenamtlichen Heimatforschung, die nicht im Zusammenhang mit einer wissenschaftlichen Ausbildung oder darauf aufbauenden beruflichen Tätigkeit entstanden sind. Sowohl die Werke der Preisträger als auch der Empfänger einer Anerkennungsurkunde werden im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart dokumentiert und archiviert.

Quelle: Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur

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