OB Specht verurteilt Gewalt beim Pokalderby scharf
Nach dem Hochrisikospiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern haben Oberbürgermeister Christian Specht und Sicherheitsdezernent Dr. Volker Proffen die gewalttätigen Vorfälle im Stadion deutlich kritisiert.
Oberbürgermeister Specht zeigte sich insbesondere über die Gewalt im Stadion betroffen. Tausende Fans hätten sich seit Wochen auf das Pokalderby gefreut, doch mit den Ausschreitungen seien klare Grenzen überschritten worden. „Das hat nichts mehr mit dem Anfeuern der eigenen Mannschaft in einem sportlichen Wettkampf zu tun“, erklärte Specht. Den Verletzten wünschte er eine schnelle Genesung.
Gleichzeitig betonte der Oberbürgermeister, dass sich Stadt, Polizei, Rettungsdienste und die beteiligten Vereine bereits im Vorfeld intensiv auf die Partie vorbereitet hätten. Das gemeinsam erarbeitete Sicherheitskonzept habe funktioniert und habe bei Bedarf an die jeweilige Situation angepasst werden können.
Sicherheitsdezernent Dr. Volker Proffen zeigte Verständnis für den Ärger von Bürgerinnen und Bürgern, die durch die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen und Verkehrseinschränkungen betroffen waren. Gleichzeitig hob er hervor, dass die getroffenen Entscheidungen notwendig und richtig gewesen seien. Die An- und Abreise der beiden Fangruppen habe dadurch geregelt und ohne nennenswerte Zwischenfälle im Mannheimer Stadtgebiet erfolgen können.
Proffen sprach deshalb allen Beteiligten seinen ausdrücklichen Dank aus. Rund 1.400 Einsatzkräfte von Landes- und Bundespolizei waren in Mannheim und im Stadion im Einsatz. Auch die rnv habe mit zusätzlichen Maßnahmen im öffentlichen Nahverkehr zur sicheren An- und Abreise beigetragen.
Ein weiterer Dank ging an die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu gehörten unter anderem die Versammlungs- und Verkehrsbehörde, die für die Verkehrslenkung verantwortlich waren, sowie die Stadtreinigung. Diese war unmittelbar nach den Fanmärschen mit Sonderschichten im Einsatz, um die betroffenen Bereiche wieder zu reinigen.
Besonders hob Proffen zudem die friedlichen Fußballfans hervor. Sie hätten dazu beigetragen, dass das Derby trotz der problematischen Vorfälle für viele Besucher tatsächlich ein sportliches Ereignis bleiben konnte.









