Verwaltungs-und Schuldezernent Hans Werner in den Ruhestand verabschiedet

Foto: Landratsamt

Das Kulturzentrum „Stiftskirche Sunnisheim“ in Sinsheim war am vergangenen Freitag, 14. Dezember 2018, der richtige Schauplatz, um den Verwaltungs- und Schuldezernenten Hans Werner aus den Diensten des Rhein-Neckar-Kreises zu verabschieden. „Die Stiftskirche ist in den letzten Jahren zu Ihrem zweiten Wohnzimmer geworden“, sagte Landrat Stefan Dallinger, der auch die Laudatio hielt, „denn hier haben Sie als Geschäftsführer der Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis e. V. viele Veranstaltungen begleitet“. Da Werner diese Position noch bis Frühjahr 2019 innehabe und zudem vom Aufsichtsrat der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Stift Sunnisheim gerade für ein weiteres halbes Jahr zum Geschäftsführer bestellt worden sei, werde ihn der Weg weiter sehr oft nach Sinsheim führen, schmunzelte Dallinger.

Knapp 40 Jahre hatte Hans Werner dem Landkreis gedient, rechnete Landrat Stefan Dallinger nach. Auch wenn er wisse, dass Hans Werner nicht gerne so viel Lob hört, wolle er wenigstens für die Öffentlichkeit einmal sagen, „wie wertvoll seine Arbeit für die Menschen im Rhein-Neckar-Kreis gewesen ist“. Denn der Kreis als in die Zukunft gerichteter Dienstleisterkönne seine Aufgaben nur erfüllen, wenn die finanziellen – Werner war für die Finanzen verantwortlich – und die personellen Ressourcen, aber auch die Auswirkungen der Zukunftsthemen wie demografischer Wandel, Digitalisierung, Klimaschutz und vor allem Bildung und Ausbildung auf die Verwaltung richtig fokussiert sind, betonte der Landrat. Sehr eingesetzt habe sich Werner für familienfreundliche Arbeitsmöglichkeiten, was dem Landratsamt seit 2013 im „Audit Beruf und Familie“ das Zertifikat „Familienfreundlicher Arbeitgeber“eingebracht habe. Zudem sei Werner ein „wichtiges Bindeglied zwischen Politik und Verwaltung“ gewesen und er habe viele richtungsweisende Entscheidungen wesentlich mitgestaltet, lobte der Landrat. Als Dank für diese ausgezeichnete Arbeit hatten die Fraktionen des Kreistags beschlossen, Dezernent Hans Werner mit dem Ehrenring des Rhein-Neckar-Kreises auszuzeichnen, um ihre Anerkennung auszudrücken. Mit der Übergabe an Hans Werner informierte der Landrat gleichzeitig, dass im Sommer 2019 ein Treffen aller Ehrenringträger ins Auge gefasst ist.

Der Vorsitzende der Fraktion Die Linke, Dr. Edgar Wunder, der für alle im Kreistag vertretenen Fraktionen sprach, bezeichnete Werner als großen Herr der Zahlen. Bei Anfragen, Prüfungen, Anträgen – die Antwort kam schnell, zuverlässig und fachlich fundiert, so Dr. Wunder. „Sie haben bei allem die politische Perspektive gleich mitgedacht, und wir haben Ihre ruhige, ausgeglichene Art über alle Fraktionen hinweg sehr geschätzt.“

Dass sich Hans Werner bei allen Verwaltungsaufgaben besonders um den Sport und den Jugendaustausch mit Oestergötland und Vichy verdient gemacht und Maßnahmen zur Integration und Inklusion gefördert habe, unterstrich der Vorsitzende des Sportkreises Heidelberg, Gerhard Schäfer für alle Sportkreise. Werner sei eine „verständnisvolle, zuhörende Persönlichkeit, die immer Verständnis für neue Entwicklungen“ gewesen. Als Bespiel nannte Schäfer das Konzept „Fest des Sports“ in Angelbachtal, und er erwähnte die neue Internetplattform der Sportkreise, aus der entnommen werden kann, welche Sportart in welcher Kommune im Rhein-Neckar-Kreis angeboten wird. „Darum wird der Rhein-Neckar-Kreis von vielen Landkreisen beneidet“, so Schäfer.

Martin Streib verabschiedete Hans Werner im Namen des Personalrats und der Kolleginnen und Kollegen des Landratsamts in den „wohlverdienten Ruhestand. „Abschied schmerzt, auch wenn man sich schon lange darauf freut“, so Streib. Er wünschte dem jung gebliebenen Ruheständler viel Zeit für seine sportlichen Aktivitäten Tennis und Skifahren, für das Enkelkind, „und ich hoffe, dass sich Ihre Frau auf so manch gutes Essen freuen darf“, gab er zum Schluss dem leidenschaftlichen Koch Hans Werner mit auf den Weg.

Er freue sich auf den Ruhestand, und nach der von vielen Terminen bestimmten Zeit, sei es „erst einmal sein Plan, keinen Plan zu haben“, stellte der scheidende Dezernent fest. Kurz ließ er seine 40-jährige DienstzeitRevue passieren und dankte Landrat a. D. Dr. Jürgen Schütz und Landrat Stefan Dallinger, dass sie ihm immer mehr Verantwortung zugetraut hatten. Auch sei seine Zusammenarbeit mit dem Kreistag stets von gegenseitigem Vertrauen geprägt gewesen, sagte Hans Werner, der sich für die hohe Auszeichnung mit dem Kreisehrenring und die damit zum Ausdruck kommende Wertschätzung bedankte.

Quelle: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

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