„Weinheim bleibt bunt“ präsentiert am Sonntag einen Dokumentarfilm mit Weinheimer Bezug – Gesprächsrunde mit Experten

„Zwei Wege nach Auschwitz“

Weinheim. Es ist eine Geschichte von Leid und Grausamkeit, die 2018 in einem Buch und einem 60-minütigen Dokumentarfilm festgehalten worden ist. Es geht einerseits um das Leben der gebürtigen Mannheimerin Sophie Stippel; sie hat ihren Lebensabend in Weinheim verbracht und liegt hier auf dem Friedhof begraben. Sie hat Auschwitz überlebt. Es geht aber auch um das Leben von Rudolf Höß, dem Lagerkommandanten, einem der schlimmsten Massenmörder des NS-Regimes. Höß und Sophie Stippel haben einige Jahre als Jugendliche in Mannheim verbracht; sie waren Nachbarskinder. Sophie Stippel wird als Zeugin Jehovas zum Opfer der Nazis. Höß erkennt sie und holt sie als Köchin in seine private Villa, die in Sichtweite der Gaskammern steht.

 

Der Weinheimer Enkel von Sophie Stippel, Gerald Sander, hat die Dokumente über das Leben seiner Großmutter nach deren Tod gefunden und dem MARCHIVUM, dem Mannheimer Stadtarchiv,  zur Verfügung gestellt. Die Historiker dort haben den Stoff zum Buch gemacht – und zu einem spannenden Dokumentarfilm über diese außergewöhnliche Bekanntschaft. Am Sonntag, 17. März, 11 Uhr, wird im Weinheimer Kino „Modernes Theater“ der Dokumentarfilm  „Die Köchin des Kommandanten-zwei Wege nach Auschwitz“  zu sehen sein, präsentiert vom Bündnis „Weinheim bleibt bunt“.

Der Enkel und die Projektleiterin des MARCHIVUM, Karen Strobel,, werden zum Film anwesend sein und weitere Hintergründe zur Entstehung des Films beisteuern können.  Kurz vor dem Film werden sie eine kurze Einführung ins Thema geben, danach für Fragen der Zuschauer und in einer Talkrunde mit dem Weinheimer Pressesprecher Roland Kern zur Verfügung stehen. Der 17. März fällt in die Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Der Eintritt für den Film kostet 7 Euro pro Person

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