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Weinheim: Waidsee-Kontrollen gehen weiter

18. August 2020 | Freizeit, Gesellschaft, Leitartikel, Weinheim

Wildes Baden, Grillen und Partyfeiern schadet der empfindlichen Natur und ist verboten – Weinheimer Ordnungsamt und Polizei agieren gemeinsam

 

Weinheim. So viel steht fest: Das Waidsee-Ufer außerhalb des Strandbades ist nicht zum Baden gemacht. Die Stellen, an denen man ins Wasser gelangt, sind unbefestigt und schlammig. Zu anderen Seezugängen kann man sich höchstens zwischen dichten Büschen hindurchzwängen, um an Orte zu gelangen, an denen Vögel brüten oder Amphibien. Schon aus diesem Grund hat Weinheims Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner kein Verständnis für wildes Baden am Waidsee, wie es in den vergangenen Wochen überhand genommen hat. Fetzner hat jetzt die Mitarbeiter des Ordnungsamtes darin bestärkt, ihre Kontrollen rund um den Waidsee fortzusetzen und Verstöße gegen die Verordnung zu ahnden. „Aus ökologischen Gründen aber auch aus Sicherheitsgründen muss wildes Baden am Waidsee außerhalb des Strandbades untersagt bleiben“, bekräftigte der Bürgermeister.

In den vergangenen Tagen hatte der Gemeinde-Vollzugsdienst des Ordnungsamtes in Zusammenarbeit mit der Polizei die Kontrollen rund um den Waidsee verstärkt, nachdem die naturbelassenen Seezugänge fast schon belagert wurden. Müll-Hinterlassenschaften, sogar Brandstellen im trockenen Gras waren weitere sichtbare Verstöße gegen die Waidseeverordnung – mit einem beängstigenden Gefährdungspotenzial.

Am Sonntag hatten die beiden städtischen Ordnungsbeamten  David Eisenhauer und Timm Meyer gemeinsam mit den beiden Polizeibeamten Ralf Kast und Tamara Mohr vom Polizeirevier Weinheim die unberechtigten Personen angesprochen, teilweise verwarnt und sogar einige Verwarnungsgelder ausgesprochen – es waren sogar Wiederholungstäter dabei, denen man durchaus Vorsatz unterstellen konnte. Übrigens trotz sichtbar angebrachter Hinweisschilder.

Freundlich im Ton, aber verbindlich in der Angelegenheit hatten die Beamten die Menschen angesprochen, die teilweise direkt neben dem Verbotsschild ins Wasser tauchten. Andere kamen am Nachmittag mit Grill und Holzkohle – alles Dinge, die am Waidseeufer nicht erlaubt sind.

Obwohl nicht alle ertappten Nutzer die Kontrollen der Stadt gut fanden, bleibt das Ordnungsamt bei seiner Linie. „Persönlich habe ich mit jedem Menschen Verständnis, den es jetzt im Sommer ans kühle Wasser zieht“, erklärte Fetzner, „aber die Erhaltung unseres natürlichen Naherholungsgebietes Waidsee geht vor“.

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