„Westhaus“ in Mannheim für nachhaltige Präventionsarbeit ausgezeichnet
Das Bildungs- und Gesundheitshaus „Westhaus“ in der Neckarstadt-West ist für sein innovatives Konzept ausgezeichnet worden. Am 24. März 2026 erhielt das Projekt in Stuttgart einen Sonderpreis für Nachhaltigkeit der Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg. Die Ehrung wurde von Gesundheitsminister Manne Lucha überreicht.
Der Präventionspreis ist insgesamt mit 60.000 Euro dotiert, wobei zwölf ausgewählte Projekte jeweils 5.000 Euro erhalten. Das „Westhaus“ überzeugte insbesondere durch seinen nachhaltigen Ansatz, Gesundheitsförderung langfristig und strukturell im Alltag der Menschen zu verankern.
Das im Jahr 2025 eröffnete „Westhaus“ verfolgt ein ganzheitliches Konzept: Es bündelt Angebote aus Bildung, Gesundheit und sozialer Teilhabe an einem zentralen Ort im Quartier. Ziel ist es, Familien niedrigschwellig zu erreichen und sie direkt in ihrem Lebensumfeld zu unterstützen.
Gesundheitsbürgermeister Dirk Grunert betonte, dass die Auszeichnung den eingeschlagenen Weg bestätige, Prävention und Gesundheitsförderung direkt in den Stadtteilen zu stärken. Auch Dr. Peter Schäfer, Leiter des Fachbereichs Jugendamt und Gesundheitsamt, hob hervor, dass das „Westhaus“ ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Präventionsarbeit sei, bei der verschiedene Akteure eng zusammenarbeiten und ihre Angebote gezielt an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten.
Im „Westhaus“, das sich in den Räumen des ehemaligen Gemeindehauses der Lutherkirche befindet, sind zahlreiche Angebote gebündelt. Dazu gehören unter anderem gesundheitliche Beratung durch Kinderkrankenschwestern, ein Eltern-Kind-Zentrum für Familien mit Kleinkindern, Betreuungsangebote für Kinder, Bildungs- und Freizeitprogramme für Schülerinnen und Schüler sowie spezielle Räume für Jugendliche. Ergänzt wird das Angebot durch soziale Einrichtungen wie ein Kinderkaufhaus mit günstiger Secondhand-Kleidung und Spielwaren.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Förderung von Gesundheitskompetenz, Bildung und alltagsnaher Unterstützung. Durch die enge Zusammenarbeit verschiedener städtischer Fachbereiche und ein breites Netzwerk zur Kinderarmutsprävention entsteht ein Ort, der langfristig zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Stadtteil beiträgt.
Foto: Stadt Mannheim












