Heidelberger Grundschulen beteiligen sich wieder im Oktober an bundesweiter Aktion
Im Oktober beteiligen sich Heidelberger Schulen wieder am internationalen Zu-Fuß-zur-Schule-Monat. Die Kinder legen ihren Schulweg und möglichst auch Wege in der Freizeit zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Neu im Programm sind mehrere Aktionsideen, unter anderem ein Schulweg-Maskottchen, ein Schulweg-Bingo und die Aktion „Schlanke Schultasche“.
Jährlich machen rund 2.500 bis 3.000 Schülerinnen und Schüler mit. Das Agenda-Büro im Umweltamt der Stadt Heidelberg begleitet den Aktionsmonat und stellt Schulen mit Materialien sowie Vorschläge für die Gestaltung zur Verfügung.
„Der Schulweg ist ein wichtiger Teil des Alltags von Kindern. Wer ihn aktiv zurücklegt, bewegt sich regelmäßig, lernt das eigene Wohnumfeld kennen und sammelt wichtige Erfahrungen. Der Aktionsmonat ist eine gute Gelegenheit, geeignete Wege gemeinsam zu erkunden und Kinder Schritt für Schritt auf dem Weg zu mehr Selbständigkeit zu begleiten“, sagt Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität.
Neue Ideen machen den Schulweg zum Erlebnis
Zu den neuen Aktionsvorschlägen gehört unter anderem ein Schulweg-Maskottchen: Ein Kuscheltier begleitet reihum die Kinder einer Klasse auf ihrem Schulweg. Anschließend erzählen die Kinder, was sie unterwegs erlebt haben, welche Stellen besondere Aufmerksamkeit erfordern und was ihnen auf ihrem Weg besonders gut gefällt.
Beim Schulweg-Bingo schauen Kinder genauer hin: Welche Tiere, Pflanzen, Fahrzeuge oder bekannte Gesichter begegnen ihnen? Die Beobachtungen sammeln sie auf einem Bingo-Feld. Alternativ entwickelt die Klasse gemeinsam eine eigene Vorlage, die auf die Schulwege der Kinder zugeschnitten ist.
Auch das Gewicht des Schulranzens kann Thema werden. Bei der Aktion „Schlanke Schultasche“ wiegen die Kinder ihre Taschen und überlegen gemeinsam, was sie täglich wirklich benötigen. Am nächsten Tag kommen die neu gepackten Ranzen noch einmal auf die Waage. So verbindet die Aktion Bewegung mit einem praktischen Gesundheitsthema.
Ergänzend greifen die Schulen auf bewährte Angebote zurück – etwa den Laufpass oder selbst gestaltete Papierfüße. Welche Aktionen sie umsetzen, entscheiden die Schulen selbst: Sie wählen einzelne Angebote aus, kombinieren mehrere Ideen oder entwickeln eigene Projekte.
Aktive Wege stärken Kinder
Regelmäßige Bewegung unterstützt die körperliche und geistige Entwicklung. Kinder, die ihren Schulweg aktiv zurücklegen, lernen ihre Umgebung besser kennen und sammeln Erfahrungen im Straßenverkehr. Gemeinsame Wege schaffen zudem Zeit für Gespräche und Begegnungen. Weniger motorisierter Verkehr direkt vor den Schulen macht das Schulumfeld für alle Kinder sicherer.
Beitrag zu vier Nachhaltigkeitszielen
Der Aktionsmonat macht nachhaltige Entwicklung im Alltag der Kinder konkret erlebbar. Bewegung unterstützt das Ziel 3 der Agenda 2030, „Gesundheit und Wohlergehen“. Die Beschäftigung mit den Vorteilen einer klimafreundlichen Mobilität stärkt das Bewusstsein für eine nachhaltige Lebensweise – das entspricht Ziel 4, „Hochwertige Bildung“. Umweltfreundliche und sichere Wege zahlen zusätzlich auf die Ziele 11 und 13 ein, „nachhaltige Städte und Gemeinden“ sowie „Klimaschutz“. Mehr Infos zur Umsetzung der Agenda 2030 finden sich online unter www.heidelberg.de/17ziele.
Der Zu-Fuß-zur-Schule-Monat gehört zu den städtischen Angeboten für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Der Aktionsmonat soll dazu anregen, umweltfreundliche Wege nicht nur im Oktober auszuprobieren, sondern dauerhaft in den Alltag zu übernehmen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.zu-fuss-zur-schule.de.
Quelle: Stadt Heidelberg









