Zukunftspläne für das Herschelbad
Das historische Herschelbad in Mannheim soll nach dem Ende des Badebetriebs zu einem neuen urbanen Zukunftsort entwickelt werden. Der Gemeinderat hat dafür den Weg für eine Absichtserklärung zwischen der Stadt Mannheim und der machwerkstadt GmbH freigemacht.
Geplant ist eine denkmalgerechte Sanierung und neue Nutzung des über 100 Jahre alten Jugendstilgebäudes. Vorgesehen sind unter anderem:
- Restaurant, Café und Bar
- Boutique-Hotel mit Dachgarten und Spa
- Kongress- und Veranstaltungsbereiche
- Kultur- und Unternehmensveranstaltungen
- Konzerte, Ausstellungen und Empfänge in den historischen Schwimmhallen
- weiterhin ein niedrigschwelliges Angebot für obdachlose Menschen, darunter die geplanten „Neuen Wannenbäder“
Das bisherige Konzept sieht ausdrücklich eine „minimalinvasive Transformation“ vor: möglichst viel historische Substanz soll erhalten bleiben, gleichzeitig soll das Gebäude wirtschaftlich tragfähig werden.
Der Badebetrieb soll entsprechend der bereits 2017 beschlossenen Bäderkonzeption nach der Inbetriebnahme des Kombibads Herzogenried enden. Eine umfassende Modernisierung des denkmalgeschützten Herschelbads als Schwimmbad gilt für die Stadt als finanziell nicht darstellbar.
Wichtig: Die derzeit vorgestellten Visualisierungen sind noch keine fertige Planung. In der nun beginnenden Entwicklungsphase sollen Denkmalschutz, Genehmigungen, technische Machbarkeit, Betreiberkonzepte und Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Erst danach soll über einen endgültigen Erbbaurechtsvertrag entschieden werden.
Das Herschelbad wurde zwischen 1912 und 1916 nach Plänen von Richard Perrey errichtet. Nach seiner weitgehenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es zwischen 1947 und 1949 wiederaufgebaut. Die Stadt möchte mit der neuen Nutzung zugleich an die ursprüngliche soziale Funktion des Bades anknüpfen.
Ziel ist letztlich ein offenes Haus für Gastlichkeit, Kultur, Wirtschaft und Stadtgesellschaft, das zugleich einen neuen Impuls für die östliche Unterstadt geben soll.









