37-Jähriger nach mutmaßlicher Raubserie in Untersuchungshaft
Nach einer Serie von Raubüberfällen auf Wettbüros in Mannheim sowie ein Café in Ludwigshafen sitzt ein 37-jähriger deutscher Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Das teilten die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Polizeipräsidium Mannheim gemeinsam mit.
Dem Mann wird schwerer Raub sowie Raub in zwei Fällen vorgeworfen. Nach den bisherigen Ermittlungen soll er am 2. Juni 2026 gegen 19.50 Uhr maskiert ein Wettbüro in den Mannheimer Quadraten betreten und eine Angestellte unter Vorhalt eines Messers zur Herausgabe von Bargeld gezwungen haben. Nachdem die Mitarbeiterin die Kasse geöffnet hatte, soll der Tatverdächtige rund 1.400 Euro entnommen haben und geflüchtet sein.
Bereits einen Tag später soll der 37-Jährige erneut zugeschlagen haben. In einem Wettbüro im Mannheimer Stadtteil Neckarstadt habe er zunächst gewartet, bis keine Kunden mehr anwesend waren. Anschließend soll er der Angestellten erklärt haben, bewaffnet zu sein, die Kasse geöffnet und rund 2.900 Euro Bargeld gestohlen haben.
Am 5. Juni soll der Mann zudem ein Café im Ludwigshafener Stadtteil Hemshof überfallen haben. Nachdem er zunächst ein Getränk bestellt hatte und mit der Angestellten allein war, habe er die Frau bedroht und rund 430 Euro aus einer Geldschublade entwendet.
Durch umfangreiche Ermittlungen des Kriminalkommissariats Mannheim in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft konnte der Tatverdächtige identifiziert werden. Das Amtsgericht Mannheim erließ daraufhin Haftbefehl gegen den 37-Jährigen.
Im Rahmen länderübergreifender Fahndungsmaßnahmen nahmen Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Frankfurt den Mann in der Nacht zum 25. Juni im Bahnhofsgebiet von Frankfurt am Main fest. Nach seiner Vorführung beim Amtsgericht Frankfurt wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Die Ermittlungen dauern an. Dabei prüfen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei auch, ob der 37-Jährige für weitere Straftaten verantwortlich sein könnte.












