In Mannheim ist ein 40-jähriger deutscher Staatsangehöriger auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim in Untersuchungshaft genommen worden. Das Amtsgericht Mannheim erließ einen Haftbefehl wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, der Bedrohung sowie weiterer Straftaten.
Nach bisherigen Ermittlungen soll sich der Mann am 9. April 2026 zunächst trotz Hausverbots in einen Graffiti- und Pyroladen in den Mannheimer Quadraten begeben haben. Nachdem er des Geschäfts verwiesen worden sein soll, habe er sich in einem nahegelegenen Kiosk zwei Bierflaschen gekauft und sei zurückgekehrt. Dort soll er mit einer Plastikflasche nach dem Verkäufer geschlagen haben, der den Angriff abwehren konnte und lediglich mit verschüttetem Bier getroffen wurde. Anschließend soll der Tatverdächtige telefonisch Drohungen ausgesprochen haben.
Am 27. April 2026 soll es zu einem weiteren Vorfall im selben Laden gekommen sein: Dabei habe der Mann dem Verkäufer unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und ihn dadurch verletzt. Zudem soll er erneut Drohungen ausgesprochen haben.
Der 40-Jährige wurde am 5. Mai 2026 festgenommen und am Folgetag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der Haftbefehl wurde in Vollzug gesetzt, der Mann befindet sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt.
Darüber hinaus prüfen die Ermittler, ob der Tatverdächtige für weitere Sachbeschädigungen im Stadtgebiet verantwortlich ist. Ihm wird vorgeworfen, Fassaden und Stromkästen mit dem Schriftzug „HERZTOD“ besprüht zu haben.
Das Polizeirevier Mannheim-Innenstadt bittet mögliche weitere Geschädigte, die bislang keine Anzeige erstattet haben, sich unter 0621 1258-0 zu melden.












