Bleiben Sie informiert  /  Donnerstag, 19. Februar 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Amselsterben befürchtet – Usutu-Virus wieder auf dem Vormarsch

28. August 2019 | Leitartikel, Metropolregion, Natur & Umwelt

Veterinäramt und Verbraucherschutz informiert:

 

Das Veterinäramt und Verbraucherschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis rechnet damit, dass auch in diesem Jahr wieder viele Amseln am Usutu-Virus verenden werden. Das ursprünglich tropische Virus, benannt nach einem Fluss in Swaziland, Afrika, tritt seit dem Jahr 2010 auch in Baden-Württemberg in unterschiedlicher Intensität auf und hat 2011 ein massives Amselsterben ausgelöst. Die Viren werden ausschließlich von infizierten Stechmücken übertragen. Das Virus vermehrt sich innerhalb der Mücke, die Infektion des Wildvogels erfolgt während des Stichs. Kranke und tote Vögel sind nicht ansteckend für andere Vögel, Haustiere oder Menschen. Dennoch sollten tote Vögel unter Beachtung üblicher Hygieneregeln nicht mit bloßen Händen angefasst werden.

 

„Der warme Sommer dieses Jahres dürfte die Ausbreitung begünstigt haben“, so der Leiter des Veterinäramtes des Rhein-Neckar-Kreises, Dr. Lutz Michael. Usutu-Infektionen könne man weder verhindern noch behandeln, nur vereinzelt seien Amseln immun gegen das Virus. Wird eine Amsel von einer infizierten Mücke gestochen, ist sie innerhalb weniger Stunden tot. Erkrankte Vögel zeigen auffällige Verhaltensänderungen wie Apathie und fehlendes Fluchtverhalten, torkelnd-schwankende Bewegungen und ein zerzaustes Gefieder.

 

Auch die Vogel-Experten des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) rechnen damit, dass in den nächsten Monaten etwa 20 Prozent der Amseln an dem Virus verenden könnten. Der Nabu bittet darum, verdächtige Funde toter Vögel online zu melden (www.nabu.de/usutu-melden). Er wertet die Daten aus und stellt sie Wissenschaftlern zur Verfügung.

 

Tot aufgefundene Wildvögel können beim Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe (CVUA) zur Untersuchung abgeben werden. Neben dem unter Beachtung der Hygieneregeln möglichst auslaufsicher verpackten Tierkörper benötigt man einen entsprechenden Antrag, der auf der Homepage des CVUA – www.cvua-karlsruhe.de – heruntergeladen werden kann. Die Untersuchung von Wildtieren, die in Baden-Württemberg gefunden wurden, ist für die Einsendenden grundsätzlich kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren…

Erstmals Jungtiere des Yarrellzeisigs geschlüpft

Rarität im Zoo Heidelberg: Erstmals Jungtiere des Yarrellzeisigs geschlüpft Im Zoo Heidelberg gibt es einen besonderen Grund zur Freude: zum ersten Mal sind dort Junge des seltenen Yarrellzeisigs geschlüpft. Der kleine Singvogel aus Südamerika gilt in der Natur als...

Parkgebühren digital mit dem Handy zahlen

Digital parken in Schwetzingen – jetzt per Handy möglich Schwetzingen macht das Parken in den Zonen mit Parkscheinautomaten noch komfortabler: Ab sofort können Autofahrer ihre Parkgebühren bequem per App bezahlen. Die Stadt arbeitet dafür mit smartparking zusammen....

Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich – Polizei sucht Zeugen

Es kam am vergangenen Freitag gegen 14:20 Uhr zu einem Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich der L 594 mit der L 600. Beteiligt waren eine 84-jährige Fahrerin eines Hyundai sowie ein 25-jähriger Fahrer eines Renault. Die Seniorin war auf der L 594 in Richtung Heidelberg...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

MaNa informiert