Bleiben Sie informiert  /  Donnerstag, 26. Februar 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Amselsterben befürchtet – Usutu-Virus wieder auf dem Vormarsch

28. August 2019 | Leitartikel, Metropolregion, Natur & Umwelt

Veterinäramt und Verbraucherschutz informiert:

 

Das Veterinäramt und Verbraucherschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis rechnet damit, dass auch in diesem Jahr wieder viele Amseln am Usutu-Virus verenden werden. Das ursprünglich tropische Virus, benannt nach einem Fluss in Swaziland, Afrika, tritt seit dem Jahr 2010 auch in Baden-Württemberg in unterschiedlicher Intensität auf und hat 2011 ein massives Amselsterben ausgelöst. Die Viren werden ausschließlich von infizierten Stechmücken übertragen. Das Virus vermehrt sich innerhalb der Mücke, die Infektion des Wildvogels erfolgt während des Stichs. Kranke und tote Vögel sind nicht ansteckend für andere Vögel, Haustiere oder Menschen. Dennoch sollten tote Vögel unter Beachtung üblicher Hygieneregeln nicht mit bloßen Händen angefasst werden.

 

„Der warme Sommer dieses Jahres dürfte die Ausbreitung begünstigt haben“, so der Leiter des Veterinäramtes des Rhein-Neckar-Kreises, Dr. Lutz Michael. Usutu-Infektionen könne man weder verhindern noch behandeln, nur vereinzelt seien Amseln immun gegen das Virus. Wird eine Amsel von einer infizierten Mücke gestochen, ist sie innerhalb weniger Stunden tot. Erkrankte Vögel zeigen auffällige Verhaltensänderungen wie Apathie und fehlendes Fluchtverhalten, torkelnd-schwankende Bewegungen und ein zerzaustes Gefieder.

 

Auch die Vogel-Experten des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) rechnen damit, dass in den nächsten Monaten etwa 20 Prozent der Amseln an dem Virus verenden könnten. Der Nabu bittet darum, verdächtige Funde toter Vögel online zu melden (www.nabu.de/usutu-melden). Er wertet die Daten aus und stellt sie Wissenschaftlern zur Verfügung.

 

Tot aufgefundene Wildvögel können beim Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe (CVUA) zur Untersuchung abgeben werden. Neben dem unter Beachtung der Hygieneregeln möglichst auslaufsicher verpackten Tierkörper benötigt man einen entsprechenden Antrag, der auf der Homepage des CVUA – www.cvua-karlsruhe.de – heruntergeladen werden kann. Die Untersuchung von Wildtieren, die in Baden-Württemberg gefunden wurden, ist für die Einsendenden grundsätzlich kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren…

Aus dem Technischen Ausschuss

Aus dem Technischen Ausschuss vom 25. Februar 2026 Aufstellungsbeschluss für Bebauungsplan „Ensemble Pförtnerhäuschen“ Der Technische Ausschuss hat die Einleitung des Verfahrens für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 99 „Ensemble Pförtnerhäuschen“ vorberaten....

Saruskranich im Zoo Heidelberg eingezogen

Der größte flugfähige Vogel der Welt – ein imposanter Saruskranich zieht in den Zoo Heidelberg ein Die Saruskraniche sind mit einer Körperhöhe von etwa 1,70 Metern nicht nur die größten aller Kranicharten, sondern auch die größten flugfähigen Vögel weltweit. Die...

Polizeiliche Kriminalstatistik 2025

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mannheim wurden im Jahr 2025 insgesamt 65.768 Straftaten registriert. Damit stieg die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten leicht um 0,3 % im Vergleich zum Jahr 2024. Die Aufklärungsquote konnte gleichzeitig von 58,8 %...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

MaNa informiert