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Diskussionsabend am 14. Februar: „Wenn Queersein und Glaube nicht zusammenfinden“

13. Februar 2020 | Heidelberg

 

Veranstaltung im Café Leitstelle über den Umgang mit Organisationen, die Konversionstherapien befürworten

 

 

Zu der Podiumsdiskussion „Pray the gay away? – Wenn Queersein und Glaube nicht zusammenfinden“ lädt das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg in Kooperation mit dem „Queeren Netzwerk Heidelberg“ am Freitag, 14. Februar 2020, um 19 Uhr ins Café Leitstelle des Dezernats 16 (Emil-Maier-Straße 16, 69115 Heidelberg) ein. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Wolfgang Erichson diskutieren unter anderem Dr. Klemens Ketelhut (Heidelberg School of Education) und Andrea Lang (Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V.). Im Anschluss bietet ein queerer Barabend ab 21 Uhr die Möglichkeit, die Gespräche fortzuführen. Der Eintritt ist frei.

 

Konversionstherapien sind in Deutschland unter Strafe gestellt

 

Seit 1992 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO Homosexualität nicht mehr als psychische Erkrankung eingestuft. Im Dezember 2019 stimmte das Bundeskabinett einem Gesetzentwurf zu, der das Bewerben, Anbieten oder Vermitteln sogenannter Konversionstherapien in Deutschland unter Strafe stellt.

 

Trotz dieser Entwicklung versprechen religiös motivierte Einzelpersonen und Organisationen die „Heilung“ von homosexuellem Begehren sowie von Transgeschlechtlichkeit beziehungsweise Transsexualität. Doch es ist erst die religiöse Tabuisierung und Diskriminierung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, die Menschen krankmacht. Unlautere Konversions- und Heilungsangebote führten bei Betroffenen häufig zu schweren Depressionen, nicht selten zum Selbstmordversuch, betont der Abschlussbericht einer Fachkommission, die das Bundesgesundheitsministerium zum Thema einberufen hat. Gerade für junge Menschen seien die Therapien besonders gefährlich, so die Expert*innen.

 

Bei der Podiumsdiskussion soll den Fragen nachgegangen werden, wie man mit Religionsgemeinschaften umgeht, die lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere (kurz: lsbttiq) Menschen ablehnen und Konversionsangebote machen. Der Abend dreht sich zudem darum, wie viel Bühne den Befürwortenden von Konversionstherapien in Heidelberg gegeben werden sollte und wie Betroffene – vor allem Jugendliche – hiervor geschützt werden können.

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