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Gemeinsam Lösungen finden: Runder Tisch „Gewerbegebiet Friedrichsfeld“ kommt erstmals zusammen

5. Oktober 2018 | Leitartikel, Mannheim, Politik, Wirtschaft

Rhein, Ludwigshafen, Mannheim

Die Zufriedenheit der ansässigen Unternehmen und der Werterhalt der Gewerbegebiete sind wichtige Anliegen des Fachbereichs für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim. Die gegenwärtige Situation im Gewerbegebiet Friedrichsfeld entspricht allerdings weder den Vorstellungen der Stadtverwaltung noch der dort ansässigen Unternehmen. Um gemeinsam Lösungswege und Maßnahmen zu finden, lud die Wirtschaftsförderung auf Initiative der Unternehmen die Betroffenen und die zuständigen Fachbereiche der Stadt Mannheim sowie Vertreter der Politik, Polizei, IHK Rhein-Neckar und Handwerkskammer zu einem Runden Tisch.
 
„Wir verstehen uns als Türöffner in die Stadtverwaltung und möchten gemeinsam mit Ihnen die bestehenden Probleme, aber vor allem mögliche Lösungen diskutieren“, begrüßte Christiane Ram, Leiterin der Wirtschaftsförderung, die Teilnehmenden. Peter Hofmann, Geschäftsführer der Karl Berrang GmbH, in deren Räumlichkeiten der Runde Tisch stattfand, fasste stellvertretend für die Unternehmen die Situation zusammen: „Das Gewerbegebiet Friedrichsfeld ist Beispiel einer gelungenen Konversion. Doch durch die Zunahme des Parkdrucks, da Lieferfahrzeuge nicht auf dem Gelände der Logistiker abgestellt werden sowie durch Falschparker, die teilweise Gehwege zum Parken benutzen, durch die Nichteinhaltung von vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen oder durch Müll, der auf den Grünstreifen und am Straßenrand achtlos entsorgt wird, verschlechtert sich der Zustand des Areals zusehends. Hier muss dringend etwas passieren.“
 
Eine umfassende Bestandsaufnahme und die Diskussion um mögliche Lösungsansätze brachten folgende Vorschläge hervor:
 
Die Abfallwirtschaft wird das Gebiet zweimal im Quartal reinigen und bei Bedarf ein Fahrzeug durch das Areal schicken, das wilde Ablagerungen entfernt, damit eine regelmäßige Reinigung gewährleistet ist. Von Unternehmensseite wurde zudem der Vorschlag geäußert, die Reinigung durch den städtischen Eigenbetrieb mit eigenen Aktionen und Initiativen zu ergänzen.
Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung plant eine intensivere Überwachung des ruhenden Verkehrs, um dem Problem des Falschparkens entgegenzuwirken. Die im Gewerbegebiet ansässigen Logistiker haben zugesagt, auf ihre Subunternehmen entsprechend einzuwirken. Darüber hinaus soll versucht werden, durch entsprechende zeitlich befristete Parkverbote Nutzfahrzeuge auf Firmengelände zurück zu drängen und so den öffentlichen Verkehrsraum zu entlasten, aber auch die Müllentsorgungsproblematik zu reduzieren. Außerdem soll die angeordnete Höchstgeschwindigkeit überprüft werden.
 
„Im Januar nächsten Jahres werden wir uns wieder treffen, um ein Zwischenfazit zu ziehen und zu überprüfen, ob die Maßnahmen greifen und an welcher Stelle wir noch nachbessern müssen“, bilanzierte Ram. Dann soll auch die städtische Verkehrsplanung dabei sein, um weitere Lösungsmöglichkeiten für eine Verbesserung der Verkehrssituation, insbesondere der Zu- und Abfahrten des Gewerbegebiets, zu besprechen. „Es ist wichtig, ein Signal zu senden, dass sich etwas bewegt. Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam die Situation in den Griff bekommen werden“, sagte Hofmann abschließend.

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