Heidelberg bietet 547 zusätzliche Wohnungen

Stadt legt Bautätigkeitsbericht 2019 vor / Hoher Anstieg bei Baugenehmigungen und neuer Wohnraum für Familien

Symbolfoto: MANA

Die Stadt Heidelberg wächst: 2019 standen 547 zusätzliche Wohnungen auf dem Heidelberger Wohnungsmarkt zur Verfügung. Damit kann das Niveau gegenüber dem Vorjahr gehalten werden (2018: 535 neue Wohnungen). Ende 2019 gab es insgesamt 19.917 Wohngebäude mit rund 77.550 Wohnungen. Das belegt der Bautätigkeitsbericht der Stadt Heidelberg. Der Stadtentwicklungs- und Bauausschuss wurde im Vorfeld der Sitzung am Dienstag, 17. November 2020, im Umlaufverfahren darüber informiert. Aufgrund der Corona-Pandemie wird das Umlaufverfahren derzeit bei manchen Tagesordnungspunkten genutzt, um Sitzungen und damit die Aufenthaltsdauer der Teilnehmenden zu verkürzen.

 

Für die städtische Wohnungspolitik dient das Handlungsprogramm Wohnen als Grundlage. Damit setzt sich die Stadt Heidelberg für ein vielfältiges Wohnungsangebot für alle ein. Das darin festgelegte Ziel, jährlich 800 neue Wohnungen zu schaffen, konnte allerdings noch nicht erreicht werden. Sicher ist aber, dass sich das Angebot an Wohnungen in den nächsten Jahren weiter vergrößert: 739 Baugenehmigungen für neue Wohnungen wurden 2019 erteilt. Das entspricht einem Anstieg von rund 45 Prozent im Vergleich zu 2018. Zusätzlich sind 1.675 Wohnungen bereits in der Planung oder im Bau, die dann in den nächsten Jahren für viele Menschen zum neuen Zuhause werden können.

 

„Unser Ziel ist klar: Heidelberg braucht zusätzlichen Wohnraum mit vielfältigen Angeboten, die verschiedene Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigen. Insgesamt sind wir auf einem sehr guten Weg. Rund 2.400 neue Wohnungen werden in den nächsten Jahren entstehen. Die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen – insgesamt 739 im Jahr 2019 – hat sich im Vergleich zu 2018 um rund 45 Prozent erhöht. Dazu sind über 1.600 Wohnungen noch im Bau. Am deutlichsten ist der Fortschritt in der Bahnstadt zu sehen: Mehr als jede zweite Neubauwohnung ist hier zu finden“, sagt Erster Bürgermeister und Baudezernent Jürgen Odszuck.

 

Mehr als die Hälfte der Neubauten in der Bahnstadt errichtet

 

530 Wohnungen sind in Neubauten entstanden. Der am stärksten wachsende Stadtteil ist die Bahnstadt. Mehr als die Hälfte der fertig gestellten Neubauten in Heidelberg wurde dort errichtet. Etwa zehn Prozent der Neubauten sind im Pfaffengrund zu finden und weitere zehn Prozent in der Südstadt. Für den Stadtteil Bergheim ist ein Zuwachs von rund sieben Prozent zu verzeichnen.

 

Die Schaffung familienfreundlicher Wohnungen ist für die zukünftige Stadtentwicklung von großer Bedeutung. Zurzeit verfügt jede siebte Wohnung über fünf oder mehr Räume inklusive Küche. Diesen Anteil gilt es in Zukunft durch Neubauvorhaben auszubauen. In der Südstadt befindet sich der überwiegende Teil der genehmigten Wohneinheiten auf den Konversionsflächen im Mark-Twain-Village und den Campbell Barracks. Auch für Senioren gibt es neue Angebote: In Kirchheim ist im Bereich des Schlosskirschenwegs ein Pflegeheim mit 110 Wohnungen geplant.

 

Diejenigen Bauten, die in den zurückliegenden Jahren zwar genehmigt, bis zum Jahresende aber nicht fertiggestellt wurden, werden als Bauüberhang bezeichnet. Derzeit befinden sich 1.675 Wohnungen im Bauüberhang. Das sind 9,4 Prozent mehr als 2018.

 

Bei der Schaffung neuen Wohnraums ist der Schutz der Umwelt wichtig. Die Stadtwerke Heidelberg versorgen über 80 Prozent der Neubauwohnungen mit Fernwärme. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Fernwärme wurde dabei von 20 auf 50 Prozent erhöht.

 

Insgesamt rund 77.550 Wohnungen in Heidelberg

 

Den Rahmen für Veränderungen im städtischen Wohnungsmarkt bildet das Handlungsprogramm Wohnen, das der Gemeinderat 2017 beschlossen hat. Im Juli 2020 hat der Gemeinderat zudem zehn Punkte zur Umsetzung des Handlungsprogramm Wohnen auf den Weg gebracht. Damit setzt sich die Stadt Heidelberg für ein vielfältiges Wohnungsangebot für alle ein. Dieses orientiert sich insbesondere an den finanziellen Möglichkeiten von Haushalten mit geringen und mittleren Einkommen. In den kommenden Jahren werden dabei die Wohnbedarfe von Starterhaushalten wie Studierenden und Auszubildenden sowie von Familien und Senioren besonders in den Fokus gerückt.

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