Heidelberg bleibt „Fairtrade-Stadt“

Vielfältiges Engagement für fairen Handel

Die Stadt Heidelberg behält ihren Titel „Fairtrade-Stadt“ für weitere zwei Jahre: Der Verein Fairtrade Deutschland e.V. hat sie zum fünften Mal in Folge ausgezeichnet; erstmals im Jahr 2010. Seitdem hat die Stadt Heidelberg gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern ihr Engagement stetig weiter ausgebaut. Zu den Aktivitäten in Heidelberg gehören etwa die regelmäßig stattfindenden „Fairen Wochen“, die „Fashion Revolution Week“ zum Thema nachhaltige Kleidung und ein eigens entwickelter Wegweiser zum nachhaltigen Konsum, der seit Anfang 2022 in der städtischen „MeinHeidelberg“-App und als Broschüre verfügbar ist.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner sagte: „Wie wir uns in Heidelberg ernähren, was wir konsumieren und welchen Lebensstil wir führen, hat massive Auswirkungen auf andere Regionen dieser Erde. Dass Heidelberg bereits über ein Jahrzehnt eine Stadt des fairen Handels ist und nun zum fünften Mal zertifiziert wurde, zeigt: Für uns sind Nachhaltigkeit, Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein von großer Bedeutung. Unserem Netzwerk aus vielen engagierten Partnerinnen und Partnern ist es zu verdanken, dass der faire Handel in unserer Stadt Jahr für Jahr stärker verankert wird und durch konkrete Projekte mit Leben gefüllt wird.“

Um die Fairtrade-Auszeichnung zu bekommen, gilt es fünf Kriterien einzuhalten, die Heidelberg weiterhin alle erfüllt: So liegt bereits seit 2007 ein Gemeinderatsbeschluss vor, dass bei Sitzungen fair gehandelter Kaffee angeboten wird. Koordiniert werden alle Aktivitäten zum fairen Handel durch eine Steuerungsgruppe. In Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, Akteurinnen und Akteure aus der Zivilgesellschaft leisten Bildungsarbeit rund um den fairen Handel und regionale Medien berichten über Heidelberger Aktivitäten. Die konkreten Aktivitäten in Heidelberg der vergangenen Maßnahmen sind vielfältig:

  • Das Eine-Welt-Zentrum veranstaltet in Kooperation mit vielen Heidelberger Akteurinnen und Akteuren die „Fairen Wochen“, die jährlich im September stattfinden.
  • Im „Globalen Klassenzimmer“ wird Bildungsarbeit rund um fairen Handel und globales Lernen geleistet.
  • Der Verein päd-aktiv veranstaltete eine Kinder-Fußball-EM im Pfingstferienprogramm 2020 inklusive eines Workshops zur Fußballherstellung und zum fairen Handel.
  • Das Studierendenwerk organisiert regelmäßig Ausstellungen zu Aspekten fairen Handels.
  • Der Weltladen Heidelberg leistet Bildungs- und Kampagnenarbeit wie Workshops für Schulklassen, koordinierte die „Fashion Revolution Week 2020“ und eine Osterhasenaktion im Zuge der Kampagnen „Make Chocolate Fair“ 2020 und 2021.
  • 2022 fand die Fashion Revolution Week im April in Heidelberg statt. Gefördert wurde die Veranstaltung durch die Stadt Heidelberg. Die Abfallwirtschaft beteiligte sich mit einer Info-Aktion zum neuen Konzept zur Altkleidersammlung der Stadt und gab Tipps zur nachhaltigen Mode. Auch das Kinder- und Jugendamt beteiligte sich mit einem Kinderkleidertausch an der Aktion.
  • Auch im Ausland engagieren sich Heidelberger Einrichtungen: So setzt sich Bösöppe e.V. für den fairen Kakaoanbau in Äquatorialguinea ein, um die Lebenssituation Einheimischer zu verbessern.
  • Der Heidelberger Partnerschaftskaffee unterstützt den fairen Kaffeeanbau in verschiedenen Ländern Lateinamerikas.

Damit ist die Stadt Heidelberg eine von 243 „Fairtrade-Towns“ in Baden-Württemberg und eine von über 2.000 weltweit. Weitere Informationen zur „Fairtrade-Towns“-Kampagne gibt es unter www.fairtrade-towns.de.

Quelle: Stadt Heidelberg

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