Hitze-Wochenende sorgt für Ausnahmezustand bei Feuerwehr und Rettungsdienst
Das Rekordhitze-Wochenende hat Feuerwehr und Rettungsdienst in Mannheim an ihre Belastungsgrenzen gebracht. Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad gingen von Freitag bis Sonntag insgesamt 1.391 Notrufe in der Integrierten Leitstelle ein. Die Feuerwehr rückte zu 143 Einsätzen aus, der Rettungsdienst wurde 743-mal alarmiert – deutlich mehr als an einem gewöhnlichen Wochenende.
„Das ist eine sehr hohe Zahl von Einsätzen für ein Wochenende“, erklärte Sicherheitsbürgermeister Dr. Volker Proffen. Üblicherweise verzeichne die Feuerwehr an drei Tagen rund 40 Einsätze, der Rettungsdienst etwa 400. Er dankte den Einsatzkräften der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr, der Integrierten Leitstelle, des Bevölkerungsschutzes, der Hilfsorganisationen sowie den Notärzten und Klinikmitarbeitenden für ihren außergewöhnlichen Einsatz unter extremen Bedingungen.
Zu den größeren Einsätzen gehörte ein Ausfall der Klimaanlage auf der Intensivstation des Diakonissenkrankenhauses am Samstagabend. Die Feuerwehr unterstützte mit mobilen Klimageräten und half bei der Verlegung von Patienten in kühlere Bereiche. Außerdem mussten die Einsatzkräfte einen Brand einer Gartenhütte in einer Kleingartenanlage in Friedrichsfeld sowie einen rund 15.000 Quadratmeter großen Flächenbrand in Rheinau bekämpfen. Hinzu kamen zwei Wasserrettungseinsätze und zahlreiche medizinische Notfälle.
Besonders auffällig war die Zahl der sogenannten First-Responder-Einsätze: In 48 Fällen überbrückten speziell ausgebildete Feuerwehrkräfte die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder unterstützten diesen direkt.
Angesichts der außergewöhnlichen Belastung rief das Amt für Feuerwehr und Katastrophenschutz eine „Außergewöhnliche Einsatzlage“ (AEL) aus. Dadurch konnten zusätzliche Kräfte des Katastrophenschutzes aktiviert werden, die den Rettungsdienst seit Freitagmittag unterstützten.
Sicherheitsbürgermeister Proffen appellierte an die Bevölkerung, sich bei hohen Temperaturen ausreichend zu schützen: „Halten Sie sich möglichst im Schatten oder in kühlen Räumen auf, vermeiden Sie körperliche Anstrengungen im Freien und trinken Sie ausreichend.“ Bei lebensbedrohlichen Notfällen sollte weiterhin die Notrufnummer 112 gewählt werden. Für nicht akute gesundheitliche Beschwerden steht der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 zur Verfügung.
Tipps gegen die Hitze gibt es auch auf www.mannheim.de/hitzeschutz











