Schwetzingen stärkt Inklusion und treibt Digitalisierung der Verwaltung voran
Der Verwaltungsausschuss der Stadt Schwetzingen hat sich mit der Weiterentwicklung der Inklusion sowie der Digitalisierung der Stadtverwaltung Schwetzingen befasst. Beide Bereiche verzeichnen nach Angaben der Stadt deutliche Fortschritte.
Behindertenbeauftragter zieht positive Bilanz
Der hauptamtliche Behindertenbeauftragte Martin Köhl blickt in seinem Tätigkeitsbericht für den Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis 31. Mai 2026 auf zahlreiche Projekte zurück. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Beratung von Menschen mit Behinderung, die Begleitung städtischer Bauvorhaben hinsichtlich der Barrierefreiheit sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Inklusion.
Regelmäßig unterstützt Köhl Bürgerinnen und Bürger unter anderem bei Anträgen auf Schwerbehinderten- oder Parkausweise, Fragen zur Barrierefreiheit oder bei Diskriminierungserfahrungen. Gleichzeitig begleitet er städtische Projekte wie das Neubaugebiet „Schwetzinger Höfe“, den Ausbau der Zeyher-Grundschule, die Modernisierung des Museums sowie Maßnahmen für barrierefreie Verwaltungsgebäude.
Auch öffentliche Aktionen wie Rollstuhl-Parcours, Gebärdensprachkurse oder Informationsveranstaltungen sollen das Thema Inklusion stärker ins Bewusstsein rücken. Ergänzend werden Inhalte der städtischen Internetseite schrittweise in Deutscher Gebärdensprache angeboten.
Inklusionsbeirat baut Angebote aus
Gemeinsam mit dem Inklusionsbeirat wurden zahlreiche inklusive Sport- und Kulturprojekte umgesetzt. Dazu zählen unter anderem Bundesliga-Spieltage im Powerchair-Football und Goalball sowie Kooperationen mit Vereinen und der Volkshochschule.
Für die Zukunft sind weitere Projekte geplant. Dazu gehören die Weiterentwicklung der Plattform „Schwetzingen Hürdenlos“, barrierefreie Wege und öffentliche Toiletten, inklusive Spielplätze, eine „Stille Stunde“ im Einzelhandel für reizempfindliche Menschen sowie Maßnahmen zum Hitzeschutz.
Da Mitglieder ausgeschieden sind, sollen Jessica Jörg und Christine Franz-Villinger neu in den Inklusionsbeirat berufen werden. Über die Nachbesetzung entscheidet der Gemeinderat am 29. Juli.
Verwaltung wird digitaler
Auch die Digitalisierung der Stadtverwaltung schreitet weiter voran. Bereits umgesetzt wurden unter anderem die elektronische Aktenführung, digitale Posteingänge sowie zahlreiche Online-Angebote wie die elektronische Wohnsitzanmeldung, Online-Wohngeldanträge, das Virtuelle Bauamt Baden-Württemberg, ein Online-Traukalender und Handyparken.
Innerhalb der Verwaltung wurden mobiles Arbeiten, ein modernes Intranet, eine digitale Lernplattform sowie ein elektronisches Zutrittssystem eingeführt. Im Bürgerbüro beschleunigen digitale Unterschriftenpads die Bearbeitung.
Für die kommenden Jahre plant die Stadt weitere Digitalisierungsprojekte. Vorgesehen sind unter anderem ein digitaler Rechnungsworkflow, eine Bürger-App, zusätzliche Online-Dienstleistungen, papierlose Formulare, automatisierte Verwaltungsprozesse (RPA), hybrider Postversand sowie der Einsatz Künstlicher Intelligenz unter Berücksichtigung von Datenschutz und rechtlichen Vorgaben.
Mit den Maßnahmen will die Stadt Verwaltungsabläufe effizienter gestalten und den Bürgerservice weiter verbessern.










